Das Theater Sgaramusch erhält den Schweizer Grand Prix Theater/Hans-Reinhart-Ring 2018

Bern, 26.04.2018 - Der Schweizer Grand Prix Theater/Hans-Reinhart-Ring 2018 geht an das Schaffhauser Theater Sgaramusch für sein beharrliches Engagement im Kinder- und Jugendtheater. Die weiteren fünf Theaterpreise erhalten das Festival wildwuchs, die Produktionsleiterin Gabi Bernetta, die Regisseurin und Theaterleiterin Anne Bisang, der Schauspieler und Regisseur Oscar Gómez Mata und der Musiktheater-Pionier Ruedi Häusermann. Die Preisverleihung in Anwesenheit des Bundespräsidenten Alain Berset findet am 24. Mai im Schauspielhaus Zürich statt.

Schweizer Grand Prix Theater/Hans-Reinhart-Ring 2018 für das Theater Sgaramusch

Gegründet wurde das Theater Sgaramusch 1982 von Urs Beeler. Seit über 20 Jahren leiten heute Nora Vonder Mühll und Stefan Colombo das professionelle Kinder- und Jugendtheater. Die beiden künstlerischen Leiter und Schauspieler bringen anregende Stücke ohne didaktischen Zeigefinger auf die Bühne, die auch für Erwachsene sehenswert sind. Beharrlichkeit und Kontinuität zeigen sie in immer neuen Ideen und haben gleichzeitig den Mut Stücke gegen den Mainstream zu kreieren. Mit dieser Auszeichnung soll ihr langjähriges Schaffen honoriert und gleichzeitig auf die Wichtigkeit des Kinder- und Jugendtheaters in der Schweizer Theaterlandschaft hingewiesen werden. Der Schweizer Grand Prix Theater/Hans-Reinhart-Ring setzt die Tradition des von der Schweizerischen Gesellschaft für Theaterkultur (SGTK) verliehenen wichtigsten Schweizer Theaterpreises fort und ehrt eine Persönlichkeit oder Institution des Schweizer Theaterschaffens. Die Preissumme beträgt 100‘000 Franken.

Fünf Schweizer Theaterpreise 2018

Fünf Schweizer Theaterpreise werden an Personen oder Institutionen vergeben, die sich um das vielfältige Theaterschaffen der Schweiz verdient gemacht haben. In diesem Jahr wählte die eidgenössische Jury für Theater Preisträgerinnen und Preisträger aus, die seit langem und nachhaltig in der Schweizer Theaterszene wirken und solche, die Theater vermitteln und zugänglich machen.

Festival wildwuchs (BS): Das inklusive Festival wurde 2001 gegründet. Es präsentiert alle zwei Jahre internationale Kunst und Kultur in Basel, experimentiert mit neuen Tanz-, Performance- und Theaterformen und ermöglicht Menschen aus allen Lebensbereichen die volle und aktive Teilnahme am kulturellen Leben der Stadt. Seit 2013 kuratiert Gunda Zeeb das Festival. Ausgezeichnet wird wildwuchs, das alle erdenklichen Grenzen einreisst, als vorbildliches Beispiel für die Bedürfnisse von „Kultur inklusiv“.

Gabi Bernetta (ZH): Die Kulturmanagerin wirkt seit 25 Jahren hinter den Kulissen und schafft Rahmenbedingungen, die ein künstlerisches Arbeiten überhaupt erst möglich machen. Dazu gehören junge Talente genauso wie mittlerweile bekannte. Ausgezeichnet wird Gabi Bernettas Engagement auch für das neu gegründete jungspund – Theaterfestival für junges Theater St. Gallen und für die kritische Sorgfalt, die sie „ihren“  Künstlerinnen und Künstlern zukommen lässt.

Anne Bisang (NE): Die Regisseurin und Theaterleiterin engagiert sich seit 30 Jahren offensiv und emanzipiert für das Theater in der Westschweiz. Sie leitete von 1999 bis 2011 die Comédie de Genève, seit 2013 ist sie künstlerische Leiterin des Théâtre populaire romand (TPR) in La Chaux-de-Fonds und wirkt von dort aus vielfältig vernetzend. Ausgezeichnet wird die Ausdauer und Unbeirrbarkeit auf ihrem langen Berufsweg.

Oscar Gómez Mata (GE): Der Schauspieler und Regisseur Oscar Gómez Mata zeichnet seit 20 Jahren mit seiner Compagnie l’Alakran einen eigenen Regiestil zwischen Komik und Ernsthaftigkeit, zwischen komödiantischer Direktheit und Kritik an der kapitalistischen Gesellschaft. Sein Theater spielt mit dem Hier und Jetzt und einer aktiven Rolle des Publikums. Ausgezeichnet wird er für diese intelligente Empörung, mit der er eine besondere Beziehung zum Publikum herstellt.

Ruedi Häusermann (AG): Der Musiker und Regisseur Ruedi Häusermann schafft seit 25 Jahren eine eigene musiktheatralische Sprache. Zusammen mit Jan Ratschko und Herwig Ursin kreierte er den Unterhaltungsabend „Kapelle eidg. Moos“, eine musiktheatralische Erfindung, die mehrere Jahre sowohl an fast allen kleineren Bühnen der Deutschschweiz als auch am Schauspielhaus Zürich zu sehen war. Ausgezeichnet werden Ruedi Häusermann und „Kapelle eidg. Moos“ für ihren Erfindergeist, der dem Ländler eine neue Bühne gab.

Die Preissumme beträgt jeweils 30‘000 Franken für Einzelpersonen und 50‘000 Franken für Ensembles und Organisationen.

5. Schweizer Theatertreffen vom 23. bis 27. Mai in Zürich

Die fünfte Ausgabe des Theatertreffens, in dessen Rahmen die Theaterpreise verliehen werden, kehrt nach Ausgaben in Winterthur, Genf und Lugano zurück in die Deutschschweiz nach Zürich. Zu sehen sind sieben herausragende Schauspielproduktionen aus allen Landesteilen im Schauspielhaus Zürich an den Spielorten Schiffbau und Pfauen sowie im Bernhard Theater. Ein Rahmenprogramm im Theater am Neumarkt ergänzt das Festival, das die nationale Theaterszene vereint. Informationen unter: www.schweizertheatertreffen.ch


Schweizer Kleinkunstpreis 2018

Der Schweizer Kleinkunstpreis ist seit 2015 Bestandtteil der Schweizer Theaterpreise. Die Preisverleihung fand am 12. April zur Eröffnung der Schweizer Künstlerbörse im KKThun statt. Gewinner des diesjährigen Kleinkunstpreises sind Les Petits Chanteurs à la Gueule de Bois (NE), die musikalische Spektakel für Jung und Alt bieten. Sie werden an der Preisverleihung in Zürich den Abend szenisch-musikalisch mit gestalten. Nominiert waren ausserdem die Komiker Lapsus und Ohne Rolf.

Pressemitteilung vom 12. April unter: https://www.bak.admin.ch/bak/de/home/aktuelles/nsb-news.msg-id-70408.html  


Adresse für Rückfragen

Medienbetreuung, Vermittlung von Interviews mit den Preisträgerinnen und Preisträgern und Akkreditierung zur Verleihung der Schweizer Theaterpreise am 24. Mai 2018 in Zürich:
Medienverantwortliche der Schweizer Theaterpreise Paola Gilardi, media@theaterpreise.ch, Tel. +41 79 746 41 10

Auskunft zu den Schweizer Theaterpreisen
Claudia Rosiny, Verantwortliche Tanz und Theater, Sektion Kulturschaffen, Bundesamt für Kultur, +41 58 465 39 19, claudia.rosiny@bak.admin.ch



Herausgeber

Bundesamt für Kultur
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Letzte Änderung 20.04.2018

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