2017: Armee beseitigt 237 Blindgänger

Bern, 17.04.2018 - Die Blindgängermeldezentrale der Schweizer Armee hat im letzten Jahr aufgrund von 641 Meldungen 237 Blindgänger beseitigt. Obwohl diese Zahl gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen ist, hat sich der rückläufige Trend der letzten 10 Jahre bestätigt.

Im Jahr 2017 sind bei der Blindgängermeldezentrale der Armee 641 Meldungen eingegangen (2016: 573). Diese führten zur Beseitigung von 2900 Objekten (2016: 2101), wovon rund acht Prozent effektiv Blindgänger waren (237 Objekte, im Vorjahr 205). In 47 Prozent der Fälle ging es um Fundmunition (1351 Objekte, 2016: 1119) und in 45 Prozent um Munitionsschrott (1312 Objekte, 2016: 777). Die höheren Zahlen der beseitigten Objekte im Vergleich mit 2016 sind das Resultat von rund elf Prozent mehr Meldungen im selben Vergleichszeitraum. Trotz dem leichten Anstieg bestätigt sich der rückläufige Trend der letzten 10 Jahre. Aufgrund der verminderten Schiessaktivitäten sowie der Einsatz moderner Zündsysteme kann davon ausgegangen werden, dass sich der rückläufige Trend an Blindgängern in den kommenden Jahren weiter fortsetzt.

80 Prozent der Meldungen gingen von Zivilen ein, je zehn Prozent von der Truppe und der Polizei. Aus den Kantonen Bern, Graubünden und Wallis wurde die Blindgängermeldezentrale am häufigsten kontaktiert mit 138, 95 resp. 93 Meldungen.

Die Blindgängermeldezentrale ist Teil des Kommandos für Kampfmittelbeseitigung und Minenräumung, welches nebst verschiedenen Aufgaben in der Schweiz auch in militärischen und humanitären Einsätzen im Ausland engagiert ist. Die Aufgaben in der Schweiz umfassen nicht nur die Bearbeitung der Blindgängermeldungen, sondern – in Zusammenarbeit mit den Territorialdivisionen und weiteren Partnern – auch die regelmässig stattfindenden Aufräum-aktionen auf Schiessplätzen und in Zielgebieten der Schweizer Armee. Dort wurden vergangenes Jahr bei vier Räumungsaktionen 28,55 Tonnen Munitionsschrott abgeführt und dabei 66 Blindgänger entdeckt und beseitigt. Der Vergleich zu den Vorjahren zeigt, dass die abnehmende Schiessaktivität der Armee tendenziell zu weniger Munitionsschrott führt.

Wer auf ein verdächtiges Objekt stösst, soll es keinesfalls berühren, sondern das Objekt im Gelände gut sichtbar markieren und die Polizei über Telefon 117 verständigen oder den Fund via Formular unter www.armee.ch/blindgaenger der Blindgängermeldezentrale melden. Noch einfacher geht es mit der Blinggänger-App, welche Sie für iPhone und Android-Geräte kostenlos in den gängigen App-Stores unter «Blindgänger» herunterladen können. Gemäss der VBS-Weisung über die Verhütung von Unfällen durch Blindgänger kann Privatpersonen eine Prämie von bis zu 100 Franken ausgerichtet werden, wenn durch die Meldung ein Unfall verhütet werden kann. Im Jahr 2017 wurden dafür 8400 Franken ausbezahlt, im Jahr zuvor waren es 8050 Franken.


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Delphine Allemand
Armeesprecherin
058 463 22 58



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Letzte Änderung 20.04.2018

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