Schweiz startet Zusammenarbeit mit der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (Letzte Änderung 27.02.2018)

Bern, 27.02.2018 - Die Schweiz und die Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EBDD) haben im September 2017 eine Zusammenarbeitsvereinbarung unterzeichnet. Nun wurden die Bereiche definiert, in denen künftig enger kooperiert werden soll. Das Arbeitsprogramm der nächsten Jahre wurde heute von Pascal Strupler, Direktor des Bundesamtes für Gesundheit, und Alexis Goosdeel, Direktor des EMCDDA, in Bern unterzeichnet.

Am Treffen der beiden Direktoren in Bern wurden unter anderem die Präventions- und Behandlungsansätze in der Schweiz besprochen. Das gemeinsame Arbeitsprogramm für die Jahre 2018 – 2020 beinhaltet denn auch den Wissens- und Erfahrungsaustausch über neue Psychoaktive Substanzen (NPS), über gesundheitsrelevante Ansätzen im Drogenbereich und zur Datenerhebung. Die Zusammenarbeit ermöglicht es den Schweizer Expertinnen und Experten, an thematischen Arbeitsgruppen teilzunehmen und ein besseres Verständnis der europäischen Drogenproblematik zu erhalten. Das Arbeitsprogramm ist nicht rechtsverbindlich; die Schweiz ist kein formelles Mitglied der EBDD.

Die EBDD erarbeitet zuverlässige und europaweit vergleichbare Informationen über die Drogenproblematik und ihre Folgen. Diese Informationen dienen der EU und den Mitgliedstaaten als Grundlage für politische Entscheidungen und Initiativen zur Bewältigung der Probleme im Drogenbereich. Die Delegation des EMCDDA nutzt ihren Besuch in Bern auch, um sich mit Vertretern von Sucht Schweiz zu treffen. Sie besucht zudem den von der Stiftung Contact geführten Injektionsraum an der Hodlerstrasse in Bern. Dort stehen Fragen zu Todesfällen in Folge einer Überdosis  und besonders riskante Konsumformen im Vordergrund.


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Letzte Änderung 20.04.2018

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