Mögliche Tollwutexposition von Schweizer Touristen in Florida, USA

Bern, 25.01.2018 - In den USA ist im Januar ein Schweizer Touristenpaar mit einer tollwütigen Fledermaus in Kontakt gekommen. Es besteht die Gefahr, dass diese Personen sich mit dem Tollwuterreger angesteckt haben. Das betroffene Paar soll sich für die nötige Behandlung so rasch als möglich mit seinem Hausarzt, seiner Hausärztin oder mit dem Bundesamt für Gesundheit in Verbindung setzen.

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) wurde durch die amerikanischen Gesundheitsbehörden (CDC) darüber informiert, dass zwei Touristen in Florida mit einer tollwütigen Fledermaus in Kontakt gekommen sind und sich möglicherweise mit dem Virus angesteckt haben.

Gemäss Angaben des CDC haben zwei Personen am 10. Januar 2018 in der Stadt Naples (Florida, USA) eine Fledermaus vom Boden aufgehoben und in einer Tierklinik abgegeben. Die Fledermaus wurde einige Tage später positiv auf Tollwut getestet. Bei den beiden Personen soll es sich um eine Frau und einen Mann aus der Schweiz handeln, die 50 bis 60 Jahre alt sein dürften. Der Mann gab weiter an, in einem Schädlingsbekämpfungsunternehmen zu arbeiten. Weitere Informationen, die auf die Identität der exponierten Personen hindeuten, liegen nicht vor.

Tollwut wird durch ein Virus, das über den Speichel ausgeschieden wird, verursacht. Die Übertragung erfolgt durch Bissverletzung oder durch Lecken einer Haut- oder Schleimhautverletzung. Die Inkubationszeit kann mehrere Monate dauern. Sobald erste Krankheitssymptome auftreten, verläuft eine Infektion mit dem Tollwutvirus tödlich. Vor dem Auftreten der Symptome kann Tollwut mit einer so genannten postexpositionellen Impfung erfolgreich verhindert werden.

Das Paar, auf welches die Schilderung zutrifft, soll sich umgehend mit seinem Hausarzt oder seiner Hausärztin in Verbindung setzen damit eine Behandlung begonnen werden kann. Das Bundesamt für Gesundheit soll über die Telefonnummer 058 463 87 06 informiert werden.


Adresse für Rückfragen

BAG, Medienstelle, Telefon 058 462 95 05


Herausgeber

Bundesamt für Gesundheit
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Letzte Änderung 20.04.2018

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