Dialog über Finanzregulierung EU-Schweiz in Bern abgehalten

Bern, 19.10.2017 - Das Staatssekretariat für internationale Finanzfragen des Eidgenössischen Finanzdepartements und die EU-Kommission haben sich am 19. Oktober in Bern zum Regulierungsdialog 2017 getroffen. Am Treffen unter der Leitung des Staatssekretärs für internationale Finanzfragen, Jörg Gasser, und des Generaldirektors der EU-Kommission für Finanzstabilität, Finanzdienstleistungen und Kapitalmarktunion, Olivier Guersent, nahmen Vertreterinnen und Vertreter der EU-Kommission, der EU-Aufsichtsbehörden, des Ausschusses für die einheitliche Abwicklung Single Resolution Board, der Schweizerischen Bundesverwaltung, der Schweizerischen Nationalbank und der Finanzmarktaufsicht FINMA teil.

Der Dialog ermöglichte den gegenseitigen Austausch und einen Überblick über die Entwicklungen im Bereich der Finanzmarktregulierung auf nationaler/EU wie auch internationaler Ebene. Die Delegationen prüften zudem Möglichkeiten, wie die Zusammenarbeit vertieft und die Geschäftstätigkeiten im Bereich der Finanzdienstleistungen zwischen der EU und der Schweiz gefördert werden können, einschliesslich Bereiche, die in der EU Drittstaatenbestimmungen unterliegen. Ebenfalls diskutiert wurden die Chancen, Herausforderungen und das Potenzial einer weiteren Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Innovation (Fintech) und der Nachhaltigkeit (Green Finance). 

Die Delegationen tauschten sich über die Zukunft des internationalen Finanzsystems, gemeinsame Interessen im Rahmen der Arbeiten internationaler Standardsetter und die potenziellen Auswirkungen des Brexit aus. Sie informierten sich gegenseitig über ihre Fortschritte bei der Umsetzung von Basel III. Sie bekräftigten ihre Unterstützung für die Arbeiten des Basler Ausschusses für Bankenaufsicht zur Finalisierung von Basel III, um ein Level Playing Field zu gewährleisten, ohne die gesamten Eigenmittelanforderungen im Bankensektor signifikant zu erhöhen. Ausserdem erörtert wurde der Vorschlag der Kommission, für global systemrelevante Drittlandinstitute mit zwei oder mehr Niederlassungen in der EU eine Pflicht zur Errichtung eines EU-Mutterunternehmens (Intermediate Parent Undertaking) einzuführen.

Beide Seiten begrüssten die wesentlichen Fortschritte in den technischen Arbeiten zur Aktualisierung des Direktversicherungsabkommens und zum termingerechten Abschluss des Äquivalenzverfahrens zur Anerkennung der Handelspflicht für Aktien gemäss Verordnung über Märkte für Finanzinstrumente (MiFIR).

Es ist vorgesehen, dass der nächste Regulierungsdialog zwischen der Schweiz und der EU im Jahr 2018 in Brüssel abgehalten wird.

Dies ist eine gemeinsame Medienmitteilung mit identischem englischem Wortlaut.


Adresse für Rückfragen

Anne Césard, Kommunikation Staatssekretariat für internationale Finanzfragen SIF
Tel. +41 58 462 62 91, anne.cesard@sif.admin.ch



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Letzte Änderung 20.04.2018

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