30'000 Lastwagen weniger wegen Sperrung der Gotthard-Autobahn – Kein Umwegverkehr

Bern, 22.08.2006 - Aufgrund der einmonatigen Sperrung der Gotthard-Autobahn im vergangenen Juni sind rund 30'000 Lastwagen weniger durch die Schweizer Alpen gefahren als im Vorjahresmonat. Im umliegenden Ausland wurde aber kein Anstieg des Schwerverkehrs festgestellt. Es gibt somit keinen Hinweis auf Umwegverkehr durch Frankreich oder Österreich aufgrund der Gotthard-Sperrung.

Die Gotthard-Autobahn war aufgrund eines Steinschlags zwischen dem 31. Mai und dem 30. Juni 2006 gesperrt. Gemäss den vom Bundesamt für Verkehr (BAV) im Rahmen des Monitorings der Flankierenden Massnahmen erhobenen Zahlen (1)  sind im Juni 2006 fast 80'000 Lastwagen weniger über die Gotthardachse gefahren als im Vorjahresmonat. Rund 50'000 davon sind über die drei anderen Schweizer Alpenübergänge Simplon, Grosser St. Bernhard und San Bernardino verkehrt. Rund 1000 Lastwagen wurden zusätzlich auf der Rollenden Landstrasse transportiert. Insgesamt wurden im Juni 2006 somit im inneren Alpenbogen rund 30'000 Fahrten weniger registriert. Mögliche Erklärungen für diese Entwicklung sind:

  • Transporte wurden mittels unbegleitetem kombinierten Verkehr auf die Schiene verlagert. Die Züge des kombinierten Verkehrs waren im Juni sehr gut ausgelastet.
  • Transporte wurden auf einen späteren Termin verschoben.
  • Es wurden andere Lieferanten gefunden, die zur Anlieferung der benötigten Güter nicht die Alpen queren mussten.

(1)  Quelle der ausländischen Zahlen Ministère de l'Equipement, des Transports et du Logement (Frankreich) und Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (Österreich).


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Bundesamt für Verkehr, Public affairs, 031 322 36 43


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Letzte Änderung 20.04.2018

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