Leistungsvereinbarung mit den Akademien der Wissenschaften Schweiz unterzeichnet

Bern, 29.06.2017 - Der Bund unterstützt die Akademien der Wissenschaften Schweiz (Akademienverbund) in den Jahren 2017–2020 mit insgesamt rund 169 Millionen Franken. Das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) und der Akademienverbund haben kürzlich die entsprechende Leistungsvereinbarung unterzeichnet. Die Mittel werden für die Erfüllung der Grundaufträge des Akademienverbunds, seiner sechs Mitglieder sowie für die Langzeitunternehmen und die Nationale Förderinitiative Personalisierte Medizin verwendet.

Die Akademien der Wissenschaften Schweiz nehmen eine Brückenfunktion zwischen Wissenschaft und Gesellschaft wahr. Sie betreiben und fördern die Früherkennung gesellschaftlich relevanter Themen im Bereich Bildung, Forschung und Innovation. Auch setzen sie sich für das Bewusstsein und die Wahrnehmung ethisch begründeter Verantwortung bei der Gewinnung und Anwendung wissenschaftlicher Erkenntnisse ein. Zu ihrem Auftrag zählt zudem die Gestaltung des Dialogs zwischen Wissenschaft und Gesellschaft. Dafür engagiert sich der Akademienverbund zusammen mit den rund 300 Mitgliedsorganisationen auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene.

Der Bund hat für die Abgeltung der Grundaufträge des Akademienverbunds in den Jahren 2017–2020 insgesamt 95 Millionen Franken budgetiert. Der Akademienverbund wird die folgenden vier thematischen Schwerpunkte bearbeiten: Bildung und Nachwuchs, Umgang mit natürlichen Ressourcen, Gesundheitssystem im Wandel und Wissenschaftskultur. Die thematischen Arbeiten der sechs Mitglieder werden konsequent auf die Schwerpunktthemen des Verbundes ausgerichtet. Ein wichtiger Aufgabenbereich ist ausserdem die Nachwuchsförderung im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik).

Ein weiterer spezifischer Auftrag an die Akademien betrifft die Nationale Förderinitiative Personalisierte Medizin. Um die verschiedenen Daten im Gesundheitswesen für die Forschung und Innovation in der nötigen Qualität verfügbar zu machen, bedarf es eines koordinierten Vorgehens und einer minimalen Harmonisierung der unterschiedlichen Datentypen und Informationssysteme. Die Verantwortung für die Gesamtkoordination bei dieser nationalen Verbundaufgabe trägt in der Aufbauphase 2017–2020 die Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften.

Im Bereich Langzeitunternehmen stellt der Bund in der Vierjahresperiode rund 44 Millionen Franken budgetierte Mittel zur Verfügung. Dazu zählt beispielsweise die Grundfinanzierung des Informations- und Dokumentationszentrums Historisches Lexikon der Schweiz (HLS). Mit dem Betrieb eines dreisprachigen Online-Lexikons ist das HLS einer der grössten Anbieter und unabhängiger Vermittler von fundiertem Wissen zur Geschichte der Schweiz. Weitere vom Bund finanziell unterstützte Langzeitunternehmen sind beispielsweise die Nationalen Wörterbücher oder das Jahrbuch der Schweizer Politik.

Die über vier Jahre ausgerichtete Leistungsvereinbarung legt die strategischen Leistungsziele fest, die der Akademienverbund mit den vom Bund nach den Bestimmungen des Forschungs- und Innovationsförderungsgesetzes zur Verfügung gestellten Mittel zu erfüllen hat. Dabei stützen sich die Leistungsziele auf das Mehrjahresprogramm 2017–2020 des Akademienverbunds, der Einzelakademien und der Kompetenzzentren sowie auf die Botschaft zur Förderung von Bildung, Forschung und Innovation in den Jahren 2017–2020 des Bundes ab.

Die Akademien der Wissenschaften Schweiz sind der Verbund der Akademie der Naturwissenschaften Schweiz, der Schweizerischen Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften, der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften und der Schweizerischen Akademie der Technischen Wissenschaften sowie der beiden Kompetenzzentren Technologiefolge-Abschätzung (Stiftung TA-SWISS) und der Stiftung Science et Cité. Der Verbund umfasst ein ausserordentlich grosses sowie aufgrund des Milizsystems kostengünstiges wissenschaftliches Netzwerk bestehend aus schätzungsweise 100'000 Personen und organisiert in rund 160 Fachgesellschaften, 100 ständigen Kommissionen sowie 29 kantonalen Gesellschaften.


Adresse für Rückfragen

Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI
Dr. Gregor Haefliger, Vizedirektor SBFI
T +41 58 462 96 76, gregor.haefliger@sbfi.admin.ch

Akademien der Wissenschaften Schweiz
Claudia Appenzeller-Winterberger, MA, exec. MPA, Generalsekretärin,
T +41 31 306 92 31, claudia.appenzeller@akademien-schweiz.ch



Herausgeber

Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation
http://www.sbfi.admin.ch

Letzte Änderung 20.04.2018

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