Labor Spiez intensiviert Zusammenarbeit mit der Internationalen Atomenergie-Organisation

Bern, 15.06.2017 - Das Labor Spiez im Bundesamt für Bevölkerungsschutz BABS hat per Januar 2017 die Designierung als Collaborating Centre der Internationalen Atomenergie-Organisation IAEA erhalten. Die Zusammenarbeit konzentriert sich auf die Entwicklung von Analyseverfahren zur Untersuchung von radioaktiven Substanzen in Umweltproben. Am nächsten Montag findet in Spiez die Designierungszeremonie statt.

Collaborating Centres sind auserlesene wissenschaftliche Institutionen wie Laboratorien, Universitäten und Forschungsinstitute, die mit der IAEA zusammenarbeiten, insbesondere in den Bereichen Umweltschutz, Nahrungsmittelsicherheit, Ressourcenmanagement oder im Gesundheitswesen. Derzeit unterhält die IAEA Zusammenarbeitsverträge mit rund 20 Institutionen weltweit.

Die Zusammenarbeit mit dem Labor Spiez, dem eidgenössischen Institut für ABC-Schutz, umfasst insbesondere Messungen vor Ort, die Probenahme sowie die Etablierung analytischer Verfahren zur Untersuchung von Radionukliden in Umweltproben. Ein weiterer Schwerpunkt ist das Capacity Building innerhalb des ALMERA Netzwerks (ALMERA = Analytical Laboratories for the Measurement of Environmental Radioactivity). Dieses Netzwerk wurde 1995 von der IAEA gegründet und besteht aus weltweit rund 100 nationalen Laboratorien auf unterschiedlichem Niveau, die im Falle einer Freisetzung von Radioaktivität schnell und zuverlässig Umweltproben analysieren können.

Das Collaborating Centre Labor Spiez soll in ALMERA eine noch aktivere Rolle einnehmen, um die Qualität der Resultate innerhalb des Netzwerkes zu steigern. Konkret soll es mit Collaborating Centres in Ungarn und Südkorea die Entwicklung robuster Analyseverfahren vorantreiben und Messtechniken im Feld einführen. Auch wird der Rückbau von Kernkraftwerken thematisiert: In diesem Bereich sollen in den kommenden Jahren messtechnische Lücken zur Klassierung des Rückbaumaterials geschlossen werden. Dank seiner aktiven Rolle in IAEA ALMERA, im Rapid Response Network der IAEA sowie in weiteren Projekten aus dem Bereich der Nuclear Security, gekoppelt mit der Designierung als Collaborating Centre, hat das Labor Spiez nun auch die Möglichkeit, Fellowships der IAEA in spezifischen Projekten zu integrieren. Damit leistet die Schweiz einen weiteren Kooperationsbeitrag zur nuklearen Sicherheit weltweit.

Die Designierungszeremonie für das Collaborating Centre Labor Spiez findet am 19. Juni 2017 in Spiez unter Anwesenheit hochrangiger Vertreter der IAEA, sowie der Bundesverwaltung statt.


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Andreas Bucher
Information Labor Spiez
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Letzte Änderung 20.04.2018

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