Ursina Lardi erhält den Schweizer Grand Prix Theater/Hans-Reinhart-Ring 2017

Bern, 24.05.2017 - Der Schweizer Grand Prix Theater/Hans-Reinhart-Ring 2017 geht an die Bündner Schauspielerin Ursina Lardi. Bundesrat Alain Berset überreichte ihr den höchsten Theaterpreis der Schweiz am 24. Mai im LAC Lugano Arte e Cultura. Die Verleihung fand erstmals in der italienischsprachigen Schweiz anlässlich der Eröffnung des 4. Schweizer Theatertreffens statt. Weitere Auszeichnungen erhielten Margrit Gysin, Marielle Pinsard, Valérie Poirier, Dominik Flaschka & Roman Riklin und das Tessiner Künstlerduo TricksterP.

Ursina Lardi, geboren 1970 in Samedan, aufgewachsen in Poschiavo, lebt in Berlin. Sie zählt zu den vielseitigsten und angesehensten Schauspielerinnen im deutschsprachigen Raum und darüber hinaus. Auf Empfehlung der eidgenössischen Jury für Theater erhält sie den diesjährigen Grand Prix Theater/Hans-Reinhart-Ring für ihre herausragende und radikale Schauspielkunst. Nachdem Ursina Lardi in Chur eine Ausbildung zur Primarlehrerin absolvierte, zog sie 1992 nach Berlin, wo sie bis 1996 an der Hochschule für Schauspielkunst «Ernst Busch» studierte. Ihre Theaterstationen waren Düsseldorf, Frankfurt, Hannover, Hamburg und immer wieder Berlin. Sie hat mit namhaften Theaterregisseurinnen und -regisseuren wie Romeo Castellucci, Einar Schleef, Thorsten Lensing, Katie Mitchell und Milo Rau gearbeitet. Seit 2012 ist sie festes Ensemblemitglied der Berliner Schaubühne, unter der künstlerischen Leitung von Thomas Ostermeier. Zu ihren bekanntesten Filmrollen zählen die schwangere Lena in «Traumland» von Petra Volpe (2013), für die sie 2014 den Schweizer Filmpreis als beste Darstellerin gewann, oder die Baronesse Marie-Louise in Michael Hanekes «Das weisse Band» (2009). Einem breiten deutschsprachigen Publikum ist sie ausserdem aus ihren Fernsehrollen im «Tatort» bekannt.

Der Schweizer Grand Prix Theater/Hans-Reinhart-Ring ist mit 100'000 Franken dotiert. Dieser höchste Theaterpreis der Schweiz setzt die Tradition des Hans-Reinhart-Rings fort, der von 1957 bis 2013 von der Schweizerischen Gesellschaft für Theaterkultur (SGTK) verliehen wurde. Mit dem ersten Grand Prix Theater/Hans-Reinhart-Ring würdigte das Bundesamt für Kultur 2014 den in Genf wirkenden Regisseur Omar Porras; 2015 erhielt Stefan Kaegi, Schweizer Mitglied des deutsch-schweizerischen Theaterkollektivs Rimini Protokoll aus Berlin, diese Auszeichnung; im letzten Jahr ging der Preis an das Zürcher Theater HORA. Als Symbol der Tradition überreicht die SGTK weiterhin einen individuell angefertigten Hans-Reinhart-Ring – dieses Jahr zum sechzigsten Mal. Ausserdem dokumentiert die SGTK im Rahmen ihrer Publikationsreihe MIMOS. Schweizer Theater-Jahrbuch das Wirken des jeweiligen Gewinners bzw. der Gewinnerin und macht es in den Landessprachen Deutsch, Französisch und Italienisch sowie auf Englisch einem breiten Publikum zugänglich. Die Ausgabe 2017 erscheint im Herbst.

Weitere Auszeichnungen im Rahmen der Schweizer Theaterpreise
Das Bundesamt für Kultur würdigt dieses Jahr ausserdem die Grande Dame des Puppenspiels, Margrit Gysin, die Schauspielerin und Regisseurin Marielle Pinsard und die Autorin und Regisseurin Valérie Poirier. Diese drei Frauen erhalten jeweils eine Preissumme von 30‘000 Franken. Jeweils 50‘000 Franken bekommen die Musiktheaterrealisatoren Dominik Flaschka & Roman Riklin und das Tessiner Künstlerduo TricksterP.

Den Schweizer Kleinkunstpreis 2017 und ebenfalls 50‘000 Franken erhält das Kabarettduo schön&gut, das auch an der Preisverleihung in Lugano aufgetreten ist.

Detaillierte Informationen und Bildmaterial
Hochauflösende Bilder der Preisverleihung stehen ab 22 Uhr frei zur Verfügung: https://adrianmoser.photoshelter.com/gallery/Schweizer-Theaterpreis-2017/G0000E1WUTGPpqYE/C00005YuCBoR_JCQ 
(Passwort: theaterpreise2017)


Adresse für Rückfragen

Zur Preispolitik des Bundes: Danielle Nanchen, Leiterin Sektion Kulturschaffen, Bundesamt für Kultur, Tel. 058 464 98 23, danielle.nanchen@bak.admin.ch

Zu den Schweizer Theaterpreisen: Claudia Rosiny, Verantwortliche Tanz und Theater, Sektion Kulturschaffen, Bundesamt für Kultur, Tel. 058 465 39 19, claudia.rosiny@bak.admin.ch

Medienbetreuung: Paola Gilardi, media@theaterpreise.ch, Tel. 079 746 41 10



Herausgeber

Bundesamt für Kultur
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Letzte Änderung 20.04.2018

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