Didier Burkhalter in Zypern am Ministertreffen des Europarats und in Jordanien zur Einweihung einer Wasserversorgungsanlage in einem Flüchtlingslager

Bern, 16.05.2017 - Im Zentrum der zweitägigen Reise stehen die Migration, ihre Auswirkungen und die Massnahmen, die ein Land wie die Schweiz ergreifen kann. EDA-Vorsteher Didier Burkhalter nimmt zuerst am Freitag in Zypern an einem Ministertreffen des Europarats teil und reist anschliessend in die jordanische Hauptstadt Amman, wo er insbesondere im Flüchtlingslager Azraq eine Wasserversorgungsanlage einweihen wird. Im Rahmen der grössten humanitären Hilfsaktion ihrer Geschichte unterstützt die Schweiz mit diesem Projekt die Leidtragenden der Syrienkrise.

Der Ministerrat des Europarats wird an seinem Treffen in Zypern über die Stärkung der demokratischen Sicherheit in Europa, die Terrorismusbekämpfung und die Entschädigung von Gewaltopfern debattieren. Die Ministerinnen und Minister der 47 Mitgliedstaaten des Europarates werden zudem über einen Aktionsplan zum Schutz von minderjährigen Flüchtlingen bzw. Migrantinnen und Migranten in Europa sprechen.

Um Kindermigration und die prekäre Situation von Kindern geht es auch beim nächsten Reiseziel des EDA-Vorstehers, dem Flüchtlingslager Azraq in Jordanien, in dem sich rund 35’000 syrische Flüchtlinge aufhalten. Die Schweiz setzt sich für bessere Lebensbedingungen in diesem Lager ein. Bundesrat Didier Burkhalter wird eine Wasserversorgungsanlage einweihen, die den Flüchtlingen einen direkten Zugang zu dieser lebensnotwendigen Ressource ermöglicht und den bisherigen Transport von Wasser mit Tankwagen überflüssig macht.

Die Schweiz engagiert sich in Jordanien nicht nur für die Verbesserung der Lebensbedingungen der syrischen Flüchtlinge, sondern unterstützt auch die einheimische Bevölkerung, die angesichts der Millionen Flüchtlinge im Land stark unter Druck ist. Der jordanische Zivilschutz erhielt von der Schweiz Ambulanzfahrzeuge, um in Notfällen mit einer moderner Ausrüstung Hilfe leisten zu können. Die Schweiz finanziert ausserdem die Instandstellung von Schulen, in denen über 50’000 jordanische und syrische Schülerinnen und Schüler unterrichtet werden.

Darüber hinaus wird Bundesrat Didier Burkhalter die wirtschaftlichen Perspektiven der Region thematisieren, namentlich im Hinblick auf mehr Beschäftigung, vorab für Jugendliche. So wird die Schweiz am Freitag anlässlich eines Abendessens im Vorfeld des Weltwirtschaftsforums über den Nahen Osten und Nordafrika (WEF MENA) Gespräche mit Jungunternehmern führen.

Ein wichtiges Ziel der Reise ist schliesslich auch die Stärkung der bilateralen Beziehungen mit einem Memorandum of Understanding, das Bundesrat Didier Burkhalter und sein jordanischer Amtskollege Ayman Safadi unterzeichnen werden. Dabei geht es namentlich darum, bei den Beziehungen zwischen den beiden Ländern einen regelmässigen Austausch über politische und sicherheitsrelevante Fragen zu gewährleisten.


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