Zusammenarbeit mit der Europäischen Verteidigungsagentur (EVA) – erstes Zusammenarbeitsprojekt mit Schweizer Beteiligung

Bern, 05.04.2017 - An seiner Sitzung vom 5. April 2017 hat der Bundesrat das erste Zusammenarbeitsprojekt mit der Europäischen Verteidigungsagentur (EVA) genehmigt, an dem die Schweiz teilnehmen wird. Dabei geht es um eine Studie zum Schutz autonomer Systeme vor feindlichen Zugriffen (Protection of Autonomous Systems against Enemy Interference, PASEI).

Am 16. März 2012 schlossen die Schweiz und die Europäische Verteidigungsagentur (EVA) eine Rahmenvereinbarung (Framework for Cooperation) ab. Das rechtlich nicht bindende Abkommen legt den Rahmen für die Zusammenarbeit mit der EVA fest und gewährt der Schweiz Zugang zu innerhalb der EVA entwickelten multilateralen Kooperationsprojekten. Die Schweiz entscheidet weiterhin selber, welche Informationen sie austauschen und an welchen Projekten und Programmen sie teilnehmen will. An seiner Sitzung vom 5. April 2017 hat der Bundesrat nun der ersten Schweizer Beteiligung an einem konkreten Projekt namens PASEI (Protection of Autonomous Systems against Enemy Interference) zugestimmt.

Beim Projekt PASEI handelt es sich um eine internationale Studie, an der die Schweiz (armasuisse – Kompetenzbereich Wissenschaft + Technologie) mitarbeiten soll. Auch ein Schweizer Industriepartner (RUAG) wird daran beteiligt sein. Das Engagement der Schweiz soll durch Sachleistungen konkretisiert werden, dank denen das Knowhow in einem wichtigen Bereich ausgebaut werden kann. Der vermehrte Einsatz automatisch gesteuerter Systeme erhöht die Wahrscheinlichkeit für äussere Einwirkungen auf diese Systeme. Die Studie PASEI soll nun die Schwächen solcher Systeme genauer beleuchten, Mittel zur Aufdeckung externer Zugriffe aufzeigen und Empfehlungen zu möglichen Schutzmassnahmen formulieren. Neben der Schweiz werden Deutschland, Finnland und Österreich am Projekt mitwirken. Die Beteiligung an diesem Forschungsprogramm wird sowohl dem Bund (armasuisse) als auch dem Industriepartner RUAG zugutekommen.


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Letzte Änderung 20.04.2018

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