Radiumkontamination: Sanierungsarbeiten kommen voran

Bern, 21.12.2016 - An seiner Sitzung vom 21. Dezember 2016 hat der Bundesrat einen Zwischenbericht zum Fortschritt der Sanierungsarbeiten bei radiumkontaminierten Gebäuden zur Kenntnis genommen. Mit dem Aktionsplan Radium 2015-2019 soll das Problem der radiologischen Altlasten gelöst werden, die durch die Verwendung von Radium-Leuchtfarbe in der Uhrenindustrie bis in die 1960er-Jahre vorwiegend im Jurabogen bestehen.

Bisher wurden insgesamt 200 Objekte (Gebäude und Gärten) nach einem standardisierten Verfahren untersucht. Davon wiesen 40 eine Radiumkontamination auf, die eine Sanierung erforderlich macht, um das im Aktionsplan festgelegte Schutzziel zu erreichen.

Inzwischen ist die Sanierung von 22 Gebäuden und Gärten im Jurabogen abgeschlossen. In den meisten Fällen handelte es sich um das Entfernen von Fussböden oder anderem Material (Siphons, Schränke, Fensterrahmen usw.) sowie Erdmaterial in den Gärten. Die vom Bund getragenen Kosten entsprechen den Prognosen. Die Suche nach einer zusätzlichen finanziellen Beteiligung anderer Parteien wie der Kantone, Gemeinden und der Uhrenindustrie wird 2017 weitergeführt.

Weiterhin wird auch nach potentiell kontaminierten Gebäuden gesucht. Es bestätigt sich, dass sich die betroffenen Objekte hauptsächlich in den Kantonen Neuenburg, Bern und Solothurn befinden und dass rund ein Drittel dieser Objekte bereits überprüft wurde. Die ebenfalls zum Aktionsplan gehörende Überwachung von Deponien findet in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Umwelt und den betroffenen Gemeinden und Kantonen statt.


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Letzte Änderung 20.04.2018

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