Lichtmarkt Schweiz: LED gewinnt an Boden gegenüber anderen Leuchtmitteln

Bern, 05.12.2016 - Der Marktanteil der stromsparenden und langlebigen LED-Leuchtmittel lag 2015 bei 19% (2014: 11%). Diese Zunahme ist auf das wachsende Angebot und die sinkenden Preise zurückzuführen. Das meistverkaufte Leuchtmittel ist nach wie vor die weniger effiziente Halogen-Glühbirne, wobei sie gegenüber dem Vorjahr deutlich an Marktanteilen verloren hat (2015: 48% Marktanteil, 2014: 55%). Dies zeigt die im Auftrag des Bundesamts für Energie durchgeführte Analyse des Lichtmarktes Schweiz 2015.

Die Studie basiert auf den Angaben von 170 Marktteilnehmern (61 Hersteller, 92 Handel, 17 Retail), die über 90% des Schweizer Lichtmarkts repräsentieren. Ihr Umsatz betrug 2015 insgesamt rund 854 Millionen Franken (106 Millionen Franken für Leuchtmittel + 748 Millionen Franken für Leuchten) bei einem Absatz von 39,2 Millionen Leuchten und Leuchtmitteln (31,1 Millionen Stück Leuchtmittel + 8,1 Millionen Stück Leuchten). Den grössten Marktanteil beanspruchen die Hersteller mit 59% des Umsatzes und 52% der Stückzahlen, gefolgt vom Retail, der typischerweise die Privatkonsumenten bedient. Auf den Retail-Markt fallen 22% des Umsatzes und 29% der Stückzahlen.

Leuchtmittel: Halogen-Glühbirnen immer noch dominant

Rund 31,1 Millionen Stück Leuchtmittel wurden 2015 verkauft.

  • Meistverkaufte Leuchtmittel waren wiederum Halogen-Glühbirnen (Temperaturstrahler), welche nicht zu den energiesparenden Produkten (Energieklasse D) gehören. Der Marktanteil reduzierte sich jedoch von 55% (2014) auf 48%, es wurden noch rund 15 Millionen Stück (-28%) verkauft. Der Rückgang ist darauf zurückzuführen, dass immer mehr Leuchten verkauften werden, die bereits langlebige LED-Leuchtmittel beinhalten.
  • Niederdruckentladungslampen („Neonröhren") waren mit 24% (7.4 Millionen Stück) das am zweitmeisten verkaufte Leuchtmittel. Sie gehören zu den energieeffizienten Lichtquellen (Energieklasse A), sind weitverbreitet und werden vor allem im professionellen Bereich eingesetzt, wo viele Brennstunden pro Tag anfallen: 70-80% des Lichts wird in der Schweiz durch Niederdruckentladungslampen erzeugt.
  • LED-Leuchtmittel (Energieklasse A+, A++) erreichten 2015 bereits einen Marktanteil von 19% (+8%). Diese starke Zunahme kann auf das wachsende Angebot an LED-Leuchtmitteln und die stark sinkenden Preise zurückgeführt werden: Der Durchschnittspreis für LED-Retrofit-Kompaktleuchtmittel lag 2015 bereits deutlich unter 10 Franken. Die hohe Lebensdauer, der geringe Stromverbrauch und auch das Verbot von einigen Halogenleuchtmitteln per September 2016 werden den Anteil der LED-Leuchtmittel auch in Zukunft noch weiter steigen lassen.
  • Die klassischen Energiesparlampen (Energieklasse A) erreichten 2015 nur noch einen Marktanteil von 3% (1 Million Stück), faktisch eine Halbierung der Verkaufszahlen vom Vorjahr (1,96 Millionen Stück).

Aussenbeleuchtung: LED hat sich durchgesetzt

Bei den Aussenleuchten für den privaten Bereich, die für dekorative Garten- und Zugangsbeleuchtung (Ambiance) eingesetzt werden, hat sich der Wandel zu LED im vergangenen Jahr vollzogen. Waren 2014 erst 23% stromsparende LED-Systeme, wurden 2015 bereits knapp 70% aller Ambiance-Leuchten mit LED verkauft. Bei der professionellen öffentlichen Beleuchtung (Strassen-/Weg-/Platzleuchten) haben sich die LED mit einem Marktanteil von 86% endgültig durchgesetzt. Neuanlagen werden praktisch nur noch mit LED realisiert.


Adresse für Rückfragen

Marianne Zünd, Leiterin Kommunikation BFE, 058 462 56 75 / 079 763 86 11, marianne.zuend@bfe.admin.ch


Herausgeber

Bundesamt für Energie
http://www.bfe.admin.ch

Letzte Änderung 15.09.2016

Zum Seitenanfang

https://www.admin.ch/content/gov/de/start/dokumentation/medienmitteilungen.msg-id-64768.html