Forschung und Innovation als Treiber einer nachhaltigen Entwicklung gemäss Agenda 2030

Bern, 10.11.2016 - Mit der Agenda 2030 hat die internationale Gemeinschaft siebzehn Ziele für nachhaltige Entwicklung festgelegt, die bis 2030 umzusetzen sind. In dieser Agenda wurden Armutsbeseitigung und nachhaltige Entwicklung zum ersten Mal zusammengeführt. Forschung und Innovation spielen sowohl bei der Planung der Massnahmen als auch bei der Verwirklichung der Ziele eine Schlüsselrolle. An der zweiten Research Fair, die am 9. November 2016 am Sitz der DEZA in Bern stattfand, haben deshalb Vertreterinnen und Vertreter von Wissenschaft, Entwicklungszusammenarbeit und Politik gemeinsam über Mittel und Wege zur Umsetzung der Ziele für nachhaltige Entwicklung diskutiert.

Die zweite Research Fair mit dem Titel «Pathways to Transformation» (Wege zur Transformation) wurde von der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) und der Schweizerischen Kommission für Forschungspartnerschaften mit Entwicklungsländern (KFPE) organisiert. Ziel war es, den Austausch zwischen Wissenschaft, Entwicklungszusammenarbeit und Politik über die Themen der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung zu fördern. Die Schweiz setzt sich auf nationaler und internationaler Ebene für die Umsetzung der Agenda ein, die einen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung, zur Förderung des Wohlstands und zur Eindämmung der Umweltzerstörung leisten soll.

Forschung und Innovation sind wichtige Faktoren bei der Reduktion von Armut und globalen Risiken sowie bei der Bereitstellung globaler öffentlicher Güter. Um Brücken zwischen Forschung und Praxis zu schlagen und das bisherige Engagement zu veranschaulichen, wurden an verschiedenen Ständen rund fünfzehn laufende Projekte sowie neue Projektideen gezeigt. Das Publikum erhielt eine kurze Einführung zu den einzelnen Projekten. Danach standen die Expertinnen und Experten für Fragen und Diskussionen bereit.

Die Sachverständigen diskutierten unter anderem über potenzielle Konflikte zwischen den Zielen für nachhaltige Entwicklung und den politischen Entscheiden zu deren Umsetzung. Welche Dilemmas können bei der Umsetzung der Ziele zur Beseitigung der Armut, zur Gewährleistung einer nachhaltigen Landwirtschaft, zum Schutz der Ökosysteme und zur Verbesserung des städtischen Umfelds auftreten? Welche Synergien und Widersprüche können die politischen Entscheide zur Folge haben?

An der Research Fair wurde unter anderem ein Programm vorgestellt, das die Auswirkungen unterschiedlicher nationaler und internationaler Politiken auf die Ziele für nachhaltige Entwicklung veranschaulicht. Ein weiteres Projekt, das auf Forschungsarbeiten in Nepal und Kolumbien beruht, befasst sich mit der Einbindung der Bevölkerung, damit diese besser gewappnet ist für Naturkatastrophen wie Dürren, Erdrutsche oder Überschwemmungen. Anhand von Fragen in den Bereichen neue Technologien, Wasser, Ernährung, Sprache und Urbanisierung befassten sich die Praktiker, die Entwicklungsakteure und die Forscherinnen und Forscher von Schweizer Institutionen auch mit der Errichtung geeigneter Partnerschaften zur Umsetzung der Agenda 2030 und mit der Messung der Fortschritte bei der Verwirklichung der Ziele.

Die erste Research Fair wurde 2013 durchgeführt.


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