Bundesrat Berset lanciert mit Kantonen und Gemeinden eine Charta zur Lohngleichheit

Bern, 06.09.2016 - 25 Gemeinden und Kantone sowie der Bund haben die Charta „Lohngleichheit im öffentlichen Sektor“ bereits unterzeichnet. Diese stand im Zentrum des zwei-ten nationalen Treffens zur Förderung der Lohngleichheit in der öffentlichen Verwaltung. Die Charta hebt den Vorbildcharakter der öffentlichen Hand bei der Lohngleichheit hervor.

„Die öffentliche Hand muss bei der Lohngleichheit Vorbild sein und ihren Einfluss nutzen", sagte Bundesrat Alain Berset in seiner Eröffnungsrede zum zweiten nationalen Treffen in Bern. Mit einem jährlichen Beschaffungsvolumen von rund 36 Milliarden Franken und über 300‘000 Vollzeitstellen komme der öffentlichen Hand eine grosse volkswirtschaftliche Bedeutung zu. Er rief Kantone und Gemeinden auf, ihr Engagement zu intensivieren und präsentierte zu diesem Zweck die Charta der „Lohngleichheit im öffentlichen Sektor".

Die Charta bekräftigt die Entschlossenheit der unterzeichnenden Behörden, Lohngleichheit in ihrem Einflussbereich umzusetzen. Konkret soll die
Lohngleichheit regelmässig überprüft werden, sowohl innerhalb der Verwaltung als auch bei Unternehmen, die von der öffentlichen Hand Aufträge oder Subventionen erhalten. Die Charta soll eine möglichst breite Wirkung entfalten und ein Signal an öffentliche und private Arbeitgeber aussenden. Sie hat keine verbindliche Rechtswirkung.

Berset lud alle Gemeinden und Kantone dazu ein, die Charta mitzuunterzeichnen. 25 Gemeinden und Kantone sowie der Bund haben die Charta bereits unterschrieben. Die Charta steht jederzeit zur Unterzeichnung offen.

Am Treffen der Regierungsvertreter von Bund, Kantonen und Gemeinden wurden zudem erfolgreiche Praxisbeispiele ausgetauscht. Diese zeigen, dass verschiedene Gemeinden und Kantone bereits wirkungsvolle Massnahmen zur Überprüfung der Lohngleichheit ergriffen haben. Um das gemeinsame Engagement zu unterstützen, hat das Eidgenössische Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann (EBG) eine neue Internetplattform mit nützlichen Informationen und Instrumenten rund um das Thema Lohngleichheit geschaffen (www.plattform-lohngleichheit.ch).


Adresse für Rückfragen

Sylvie Durrer, Direktorin EBG
Tel.: +41 58 462 68 40
E-Mail: sylvie.durrer@ebg.admin.ch

Nicole Lamon, Chefin Kommunikation EDI
Tel.: +41 58 462 80 16
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Letzte Änderung 20.04.2018

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