Schweizer Spin-off Unternehmen gewinnt internationale Auszeichnung

Bern, 28.04.2016 - Am diesjährigen EUREKA-Innovationsanlass wurde am 27. April in Stockholm (Schweden) das unter massgeblicher Schweizer Beteiligung durchgeführte Projekt "Opto-Brain" als bestes unter 1000 eingereichten Eurostars-Projekten ausgezeichnet. Das Konsortium unter der Leitung des Schweizer Spin-off Unternehmens NeMoDevices AG hat ein neuartiges System zur Messung der Sauerstoffversorgung und des Blutflusses im Gehirn zur Marktreife entwickelt.

Das Projekt "Opto-Brain" vereinte private Unternehmen sowie Forschungsinstitutionen aus der Schweiz, Österreich und Deutschland. Es dauerte 24 Monate und wurde 2014 abgeschlossen. Das entwickelte System ermöglicht es, Patientinnen und Patienten mit Schlaganfall, Hirnverletzungen, nach Herz-Kreislaufstillstand und bei Schlaf-Apnoe Syndrom optimal zu überwachen. Behandlungsentscheide können so früher, präziser und sicherer gefällt und dadurch sekundäre Hirnschädigungen vermieden werden.

Die international zusammengesetzte Jury hat das Projekt "Opto-Brain" in der Kategorie "Innovators of Tomorrow" in einem mehrstufigen Prozess als Sieger erkoren und mit einem Preisgeld von 6'000 Euro ausgezeichnet. Sie begründete ihren Entscheid unter anderem mit der gut abgestimmten Projektorganisation und dem hohen Innovationsgehalt im Bereich Miniaturisierung, Materialswissenschaft und Systemintegration. Auch biete das Projekt ein grosses Potenzial für die Entwicklung unterschiedlicher Geschäftsmodelle für die teilnehmenden Partner.

Der EUREKA Innovationspreis geht auf eine Initiative Norwegens und der Schweiz zurück. EUREKA, die europäische Initiative für grenzüberschreitende Projekte in marktorientierter Forschung und Entwicklung, wird zur Zeit von Schweden präsidiert. Die Schweiz hatte den einjährigen Vorsitz 2014/2015 inne und ist noch bis im Sommer 2016 im Leitungsgremium von EUREKA vertreten.

EUREKA wurde 1985 als multilaterale Organisation in Form eines Vereins mit Sitz in Brüssel von 17 Staaten gegründet. Zu den Gründerstaaten zählt auch die Schweiz. Heute umfasst die Forschungsinitiative 41 Mitgliedsstaaten sowie drei assoziierte aussereuropäische Staaten. Sie ermöglicht transnationale Forschungs- und Innovationsprojekte mit klarem Marktbezug, die nach dem Bottom-up-Prinzip ausgearbeitet und durchgeführt werden. Seit 2010 werden durchschnittlich 400 neue Projekte pro Jahr gestartet.


Adresse für Rückfragen

Andreas Gut, SBFI
Nationaler Koordinator EUREKA
T +41 58 462 11 07, andreas.gut@sbfi.admin.ch


Herausgeber

Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation
http://www.sbfi.admin.ch

https://www.admin.ch/content/gov/de/start/dokumentation/medienmitteilungen.msg-id-61522.html