Mehr Pflegefachkräfte dank Masterplan

Bern, 03.02.2016 - Der Bundesrat hat den Schlussbericht zum Masterplan Bildung Pflegeberufe gutgeheissen. Dieser zeigt auf, dass die Massnahmen zur Erhöhung der inländischen Ausbildungsabschlüsse greifen: Seit 2007 steigt die Zahl kontinuierlich an. Um dem Mangel an Pflegefachpersonen erfolgreich zu begegnen, bleibt die Erhaltung und Schaffung von Ausbildungs- und Praktikumsplätzen jedoch eine Daueraufgabe.

Mehr Ausbildungsabschlüsse in Pflegeberufen sind eine Voraussetzung, damit die Gesundheitsversorgung in der Schweiz funktioniert. Um den steigenden Personalbedarf in der Pflege mit inländischen Fachkräften decken zu können, braucht es zusätzliche Ausbildungsplätze und attraktive, arbeitsmarktorientierte Berufsprofile. Mit dem Masterplan Bildung Pflegeberufe 2010-2015 wurde eine Koordinationsplattform geschaffen, die es Bund, Kantonen und Organisationen der Arbeitswelt ermöglicht hat, Massnahmen zur Erhöhung der inländischen Ausbildungsabschlüsse in den Pflegeberufen aufeinander abzustimmen und umzusetzen.  

Der Schlussbericht des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) zeigt auf, dass die bildungspolitischen Ziele des Masterplans Bildung Pflegeberufe zu einem grossen Teil erreicht worden sind. So steigt die Zahl der inländischen Abschlüsse in der beruflichen Grundbildung kontinuierlich an: Seit 2007 haben sich die jährlichen Abschlüsse Fachfrau/Fachmann Gesundheit EFZ mehr als verdoppelt; sie decken nun über 84% des geschätzten Nachwuchsbedarfs. Zudem stehen Grundlagen für die Förderung der betrieblichen Ausbildungsplätze zur Verfügung. Auf der Tertiärstufe entwickelt sich die Anzahl Abschlüsse ebenfalls positiv. Die Anstrengungen, um die Eintritte in die Pflegestudiengänge der höheren Fachschulen und der Fachhochschulen zu erhöhen, werden fortgesetzt.

Erfolgreich gelungen ist auch die Integration der Pflegeberufe in die Bildungssystematik. Die Ausbildungen reichen von der zweijährigen beruflichen Grundbildung mit eidgenössischem Berufsattest über die Angebote der höheren Berufsbildung und die Bachelor- und Masterstudiengänge an Fachhochschulen bis hin zum universitären Doktorat.

Mit der Inkraftsetzung des Nachträglichen Erwerbs des Fachhochschultitels in Pflege Anfang 2015 und mit der Botschaft zum Bundesgesetz über die Gesundheitsberufe, die der Bundesrat Mitte November 2015 ans Parlament überwies, wurden zwei weitere Ziele erreicht.

In Erfüllung der Postulate «Sicherung der Altenpflege» (10.3127) und «Attraktivität der Krankenpflege-Ausbildung» (10.3128) sowie der Motion «Umschulungsmöglichkeiten und Zweitausbildungen für Pflegepersonal fördern und unterstützen» (11.3889) beleuchtet der vorliegende Schlussbericht verschiedene Themenbereiche und Entwicklungen der Gesundheitsversorgung. Dabei wird deutlich, dass die Erhaltung und die Schaffung von Ausbildungs- und Praktikumsplätzen eine Daueraufgabe bleibt. Aus Sicht des Bundesrates ist diese mit dem Ende des Masterplanes Bildung Pflegeberufe nicht abgeschlossen, sondern muss - auch vor dem Hintergrund der politischen Entwicklungen - weiterhin mit hoher Priorität betrieben werden.

Bildungsmassnahmen wirken mittelfristig und können den Mangel an Pflegefachpersonen nicht alleine beheben. Faktoren wie die Arbeits- und Anstellungsbedingungen in Branche und Betrieb beeinflussen die Versorgungssicherung und Versorgungsqualität ebenso. Sie fallen jedoch in die Zuständigkeit der Gesundheitsinstitutionen. Diese und weitere Fragestellungen sollen von den zuständigen Stellen über den Abschluss des Masterplans Bildung Pflegeberufe hinaus weiterverfolgt werden.


Adresse für Rückfragen

Katrin Frei,
Leiterin Ressort Grundsatzfragen und Politik,
Staatssekretariat für Bildung,
Forschung und Innovation SBFI,
Tel. 058 462 82 47,
katrin.frei@sbfi.admin.ch



Herausgeber

Der Bundesrat
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Eidgenössisches Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung
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Letzte Änderung 20.04.2018

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