Evaluation verweist auf grosse Bedeutung des ETH-Bereichs für die Schweizer Gesellschaft und Wirtschaft

Bern, 22.12.2015 - Das ETH-Gesetz sieht vor, dass das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung WBF jeweils in der Mitte einer Finanzierungsperiode eine Evaluation des ETH-Bereichs durchführt. Diese Evaluationen sollen einerseits überprüfen, ob der ETH-Bereich bei der Erfüllung des aktuellen Leistungsauftrags auf Kurs ist. Andererseits sollen sie die Strategie des ETH-Bereichs und die anstehenden Herausforderungen kritisch reflektieren und Empfehlungen für die künftige Positionierung und Entwicklung formulieren.

Für die Zwischenevaluation 2015 wurde der Schwerpunkt nicht wie üblich auf die Qualität von Lehre und Forschung gelegt. Vielmehr untersuchte die international zusammengesetzte Gruppe von namhaften Expertinnen und Experten unter der Leitung von Alt-Staatssekretär Jean-Daniel Gerber die systemische Funktion des ETH-Bereichs, insbesondere seine wirtschaftliche, innovationspolitische und hochschulpolitische Rolle in der Schweiz.

Die Expertinnen und Experten betonen in ihrem Bericht die grosse Bedeutung des ETH-Bereichs für die Schweizer Gesellschaft und Wirtschaft. Sie stellen fest, dass seine Institutionen national und international einen exzellenten Ruf geniessen, dass sie von der Industrie als äusserst wichtige Partner anerkannt werden und dass sie hervorragende Forschungsinfrastrukturen entwickeln und betreiben, welche Spitzenforschung in vielen Bereichen ermöglichen.

Zu diesen erfreulichen Ergebnissen hat gemäss den Expertinnen und Experten die stabile Finanzierung durch den Bund, der dem ETH-Bereich gewährte grosse operative Spielraum wie auch die stark ausgeprägte Internationalität massgeblich beigetragen. Der Bericht mahnt aber auch alle Akteure, dass Anstrengungen notwendig sind, um die hervorragende Position des ETH-Bereichs beizubehalten. Dies gilt einerseits für die Institutionen des ETH-Bereichs, welche sich angesichts der zunehmenden Konkurrenz zwischen führenden Hochschulen, der rapiden Veränderungen in der wissenschaftlichen Praxis und der neuen Lehr- und Lernformen kontinuierlich und flexibel anpassen müssen. Aus Sicht der Expertinnen und Experten ist andererseits die Politik gefordert, für gute und stabile Rahmenbedingungen zu sorgen. Mit Wirtschaft und Gesellschaft soll die Zusammenarbeit und der Austausch von Seiten ETH noch verstärkt werden.

Die Expertinnen und Experten haben insgesamt 13 Empfehlungen formuliert. Einige richten sich direkt an den ETH-Rat und die Institutionen des ETH-Bereichs, die für eine zweckmässige Umsetzung besorgt sein werden. Der Bundesrat wird die Empfehlungen bei der Festlegung der strategischen Ziele für den ETH-Bereich 2017-2020 berücksichtigen.


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Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation
Vizedirektorin, Leiterin Abteilung Hochschulen
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Letzte Änderung 20.04.2018

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