Bahn gewinnt im Güterverkehr durch die Alpen weitere Marktanteile

Bern, 16.09.2015 - Im ersten Halbjahr 2015 konnte die Bahn im alpenquerenden Güterverkehr ihren Marktanteil gegenüber der Strasse auf 69,2 Prozent steigern. Dies ist der höchste Wert seit der Einführung der Leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe (LSVA) und der 40-Tonnen-Limite 2001.

Mit der weiterhin angespannten wirtschaftlichen Lage namentlich in Italien sowie der Frankenstärke und dem tiefen Dieselpreis sah sich der Schienengüterverkehr durch die Alpen im ersten Halbjahr mit einem herausfordernden Umfeld konfrontiert. Dennoch konnte er das Transportaufkommen weiter steigern. Dies zeigt der Bericht zur Entwicklung des alpenquerenden Güterverkehrs im ersten Semester 2015, den das Bundesamt für Verkehr veröffentlicht hat. Die Bahn transportierte 2,4 Prozent mehr Güter durch die Alpen als in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Derweil nahm die Tonnage der auf der Strasse transportierten Güter um 3,8 Prozent  ab. Dadurch erhöhte sich der Marktanteil der Schiene am Transportvolumen durch die Alpen auf 69,2 Prozent. Das ist ein neuer Rekordwert, seit 2001 mit der LSVA und der Zulassung von 40-Tönnern für den Gütertransport durch die Alpen neue Rahmenbedingungen geschaffen wurden.

Im ersten Halbjahr querten 517'000 Lastwagen und Sattelzüge die schweizerischen Alpenübergänge. Die Fahrtenzahl ging mit 1,4 Prozent etwas weniger stark zurück als das Transportvolumen. Grund ist die leichte Verschiebung von den Sattelzügen zu weniger stark ausgelasteten Lastwagen und Lastwagen mit Anhängern.

Im Herbst wird der Bundesrat mit dem Verlagerungsbericht 2015 ausführlich über die Entwicklung des Güterverkehrs durch die Alpen und die verschiedenen Instrumente und Massnahmen zur Umsetzung der Verlagerungspolitik Bericht erstatten.


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Letzte Änderung 20.04.2018

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