Bundesrat Berset am Treffen der Gesundheitsminister in Wien

Bern, 04.09.2015 - Auf Einladung der österreichischen Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser haben sich Bundesrat Alain Berset sowie die Gesundheitsminister Deutschlands, des Fürstentums Liechtenstein und Luxemburgs am 3. und 4. September in Wien zur jährlichen Arbeitstagung getroffen. Themen waren unter anderem die gesundheitliche Versorgung von Flüchtlingen, die Preisbildung bei Medikamenten und die jüngsten Masernausbrüche in Österreich.

Die deutschsprachigen Gesundheitsministerinnen und -minister – sie bilden das sogenannte "Gesundheitsquintett" – haben an ihrem zweitägigen Treffen in Wien unter anderem diskutiert, wie die Patientinnen und Patienten bestmöglich mit Arzneimitteln versorgt werden können. Gleichzeitig soll eine nachhaltige Finanzierung des Gesundheitssystems sichergestellt werden. Dabei bedürfe es neuer Ansätze in den Strategien der Preisbildung, hielt das Gesundheitsquintett in seiner Schlusserklärung fest. Das Quintett beschloss, den Erfahrungsaustausch in dieser Frage weiter zu pflegen und gemeinsam neue Initiativen zu entwickeln.

Zudem tauschten sich die Ministerinnen und -minister über die Flüchtlingskrise in Europa und deren Auswirkungen auf die Gesundheitssysteme ihre Länder aus. Sie hielten fest, dass die Flüchtlinge die gebotene gesundheitliche Versorgung erhalten sollten und vereinbarten einen fachlichen Erfahrungsaustausch. 

Thema des Arbeitsgesprächs waren auch die jüngsten Masernausbrüche und die Erfahrungen mit den nationalen Impfstrategien. Die medizinischen Möglichkeiten, um die Masern in Europa zu eliminieren, seien vorhanden; umso wichtiger sei es nun, die intensiven gemeinsamen internationalen Anstrengungen weiter zu führen.

Die fünf teilnehmenden Länder stehen aufgrund der Ähnlichkeiten ihrer Gesundheitssysteme vor vergleichbaren Herausforderungen. Nach 2013 in Münster (D) und 2014 auf der Kleinen Scheidegg (CH) fand das Treffen dieses Jahr zum dritten Mal statt. Am Treffen des "Gesundheitsquintetts" in Wien nahmen Sabine Oberhauser (Österreich), Lydia Mutsch (Luxemburg), Hermann Gröhe (Deutschland), Mauro Pedrazzini (Fürstentum Liechtenstein) und Bundesrat Alain Berset teil.

 


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Letzte Änderung 20.04.2018

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