Nutzung von Schweizer E-Government-Angeboten stark gestiegen

Bern, 31.08.2015 - Die vor kurzem veröffentlichte Studie E-Government-Monitor 2015 stellt eine stetige Zunahme der Nutzung des Schweizer E-Government-Angebotes fest. Im Ländervergleich zeigen sich die befragten Schweizerinnen und Schweizer sehr zufrieden mit den vorhanden elektronischen Behördenleistungen. Gemäss Studie sind jedoch viele Online-Angebote der Behörden noch unbekannt. Betreffend Bekanntheit und Nutzung von Open-Government-Angeboten ist die Schweiz führend.

Zum sechsten Mal hat die deutsche «Initiative D21» Ende Juli 2015 die Ergebnisse des E-Government-Monitors veröffentlicht. Die Studie widmet sich in erster Linie dem Vergleich der Zufriedenheit mit und der Nutzung von E-Government-Angeboten in Deutschland, Österreich, Schweden und der Schweiz. Jedes Jahr untersucht die Studie zudem die Bedeutung neuer Technologien und Trends. In der Studie 2015 sind dies das «digitale Bürgerkonto» (nur für Deutschland und Österreich), «Mobile Government» und «Open Government».

Erfreuliche Bilanz betreffend Nutzung und Zufriedenheit

Die Nutzung der Online-Angebote der Schweizer Behörden verzeichnet ein stetiges Wachstum. 2015 gaben 69 Prozent an, E-Government-Dienste zu nutzen – 11 Prozent mehr als 2012. Demgegenüber nahm die Nutzung in Schweden und Österreich nur leicht zu (5 bzw. 6 Prozent) und ging in Deutschland sogar zurück. Die Zufriedenheit mit dem verfügbaren E Government-Angebot ist bei den Schweizerinnen und Schweizern gemäss E-Government-Monitor im Ländervergleich am höchsten. Optimierungspotential orten die Befragten bei der Nachvollziehbarkeit der elektronischen Behördenleistungen: Statusinformationen über den Bearbeitungsstand sollten demnach vermehrt verfügbar sein. Wollen sich die Schweizer Behörden bezüglich Nutzung ihrer elektronischen Angebote weiter verbessern, sollten sie insbesondere in ihre Usability und Bekanntheit investieren: Medienbrüche, komplizierte Handhabung, undurchschaubare Website-Strukturen und mangelnde Bekanntheit sind die am meisten genannten Barrieren für die Nutzung von Schweizer E-Government-Diensten.

Gute Vorzeichen für mobile und Open Government-Angebote

Auch im Bereich mobile Verwaltungsangebote spielen die befragten Schweizerinnen und Schweizer den hiesigen Behörden einen Ball zu: Fast zwei Drittel sprechen den mobilen Endgeräten für ihren zukünftigen Behördenkontakt grosse Bedeutung zu und bestätigen so Bestrebungen, E-Government-Angebote geräteunabhängig anzubieten. Die weitaus besten Nutzungszahlen weist die Schweiz im Ländervergleich im Bereich Open Government auf: 70 Prozent der Befragten geben an, bereits mindestens ein Open Government-Angebot genutzt zu haben. Die höchsten Nutzungszahlen verzeichnen dabei Datenportale. Schweizerinnen und Schweizer sehen den grössten Vorteil von Open Government darin, zu erfahren, wie Behörden Daten verwenden. Viele erhoffen sich zudem eine positive Auswirkung der Transparenz auf die Effektivität der Verwaltungstätigkeit.


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