Schweizer Grand Prix Kunst / Prix Meret Oppenheim 2015 für Christoph Büchel, Olivier Mosset, Urs Stahel und Staufer/Hasler (Letzte Änderung 22.04.2015)

Bern, 21.04.2015 - Das Bundesamt für Kultur (BAK) zeichnet mit dem diesjährigen „Prix Meret Oppenheim 2015“ vier herausragende Schweizer Kulturschaffende aus: die Künstler Christoph Büchel und Olivier Mosset, den Kurator Urs Stahel sowie das Architektenduo Staufer/Hasler. Sie werden am 15. Juni 2015 zusammen mit den diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträgern der «Schweizer Kunstpreise» geehrt.

Der Schweizer Grand Prix Kunst / Prix Meret Oppenheim wird dieses Jahr zum 15. Mal an Persönlichkeiten der Kunst, Kunstvermittlung und Architektur verliehen, deren Arbeit von besonderer Aktualität und Relevanz für die Schweizerische Kunst- und Architekturpraxis ist. Die Auszeichnungen sind mit je 40 000 Franken dotiert. 

Zum ersten Mal wird der Schweizer Grand Prix Kunst / Prix Meret Oppenheim parallel zur Art Basel verliehen, vor der Eröffnung der Ausstellung der „Swiss Art Awards 2015“. Die Ausstellung, die die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der zweiten Runde des Schweizer Kunstwettbewerbs vorstellt, zeigt auch filmische Portraits der Ausgezeichneten der Schweizer Grand Prix Kunst / Prix Meret Oppenheim. 

Die Preisträger
CHRISTOPH BÜCHEL
Christoph Büchel (1966, Basel) ist einer der führenden zeitgenössischen Künstler der Schweiz. Er ist international bekannt für seine konzeptionellen Projekte und komplexen Installationen im Großformat. Büchel bezieht sich oft auf aktuelle Ereignisse sowie politische Entwicklungen und interpretiert Massenmedienquellen und Alltagssituationen neu. Büchels zwanghaft präzise Darstellungen der Realität erscheinen realer als die Realität selbst. Oft ist die Welt, die er geschaffen hat, voll funktionsfähig und die Besucher vergessen, dass sie sich in einer Kunstinstitution befinden, aber körperlich in andere Zusammenhänge projiziert werden. Nach seiner Teilnahme an der 51. Venedig Biennale (2005) wird Büchel in diesem Jahr den Isländischen Pavillon bespielen. 

OLIVIER MOSSET
Olivier Mosset (1944, Bern) zählt zu den einflussreichsten Schweizer Künstlern. In den 1960er Jahren gehörte er in Paris der Künstlergruppe BMPT an, die Begriffe der Autorschaft und Originalität in Frage stellte. Später in New York widmete sich Mosset dem Schaffen monochromer Malerei und war Mitbegründer der New York Radical Painting Group. Spätestens mit seiner Teilnahme am Schweizer Pavillon auf der Venedig Biennale 1990 hat Mosset das Schaffen einer jüngeren Künstlergeneration beeinflusst, sowohl in der Schweiz als auch über die Grenzen hinaus. Mit seinen monochromen und geometrischen Bildern steht Mosset in der Tradition der Malerei, die das Wesen der Malerei ergründet und immer wieder neu definiert. Kurator Bob Nickas bezeichnet die Werke Mosset’s „Bilder ... von Malerei selbst“. 

URS STAHEL
Als Mitbegründer der international einzigartigen Institution für Fotografie, dem Fotomuseum Winterthur, hat Urs Stahel (1953, Zürich) einen Meilenstein errichtet. In Zusammenarbeit mit dem Verleger Walter Keller und dem Stifter George Reinhart hat Stahel einen der weltweit wichtigsten Orte für die Kunst-Fotografie geschaffen und diesen 20 Jahre lang erfolgreich geleitet. 2013 hat Stahel sein Amt als Direktor niedergelegt, um seither als Kurator, u. a. für die Plattform Paris Photo (November 2015), die neue Institution MAST in Bologna oder das Fotofestival Mannheim Ludwigshafen Heidelberg (September 2015) sowie als Autor, Berater und als Dozent (ZHdK Zürich, Universität Zürich) tätig zu sein.

STAUFER/HASLER
Das Architektenduo Astrid Staufer (1963, Lausanne) und Thomas Hasler (1957, Uzwil) ist bekannt für seine soliden Bauprojekte von höchster Qualität. Ihre Arbeit orientiert sich am Lokalen und bezieht so die unmittelbare Umgebung mit ein. Das Duo arbeitet seit 20 Jahren zusammen. Zu ihren bekanntesten Bauten gehören die Kantonsschule in Wil, das Bundesverwaltungsgericht in St. Gallen, das Brandhaus in Zürich-Opfikon sowie diverse Schulen, Verwaltungsbauten, Kinos, Bars und Privathäuser. Staufer/Hasler unterrichteten an der ETH Zürich und an der ETH Lausanne; aktuell haben sie eine Professur an der TU Wien inne. Beide forschen und publizieren regelmässig zu Themen auf den Feldern von Architektur, Konstruktion und Städtebau. 

Pressebilder
Hoch aufgelöste Porträts der Gewinner: www.bak.admin.ch, Rubrik Bildergalerie.  

Publikation „Prix Meret Oppenheim 2015“
Anlässlich der Preisverleihung am 15. Juni 2015 gibt das Bundesamt für Kultur die Publikation „Prix Meret Oppenheim 2015“ heraus, in der die Preisträgerin und Preisträger portraitiert und mittels Interviews vorgestellt werden. Die Interviews führten Lionel Bovier und Christophe Cherix mit Olivier Mosset, Martin Jaeggi mit Urs Stahel und Beat Schläpfer mit Staufer/Hasler. Christoph Büchel erarbeitete einen künstlerischen Beitrag für die Publikation. 

Pressekonferenz «Prix Meret Oppenheim 2015»: 15. Juni 2015, 10 Uhr, Halle 4, Messe Basel
Im Anschluss an die Pressekonferenz wird ein Rundgang durch die Ausstellung « Swiss Art Awards » in Anwesenheit der Preisträgerin und den Preisträgern angeboten und die Möglichkeit für Interviews gegeben. 

Preisverleihung Schweizer Kunstpreise und Schweizer Grand Prix Kunst / Prix Meret Oppenheim: 15. Juni 2015, 17.30 bis 19 Uhr (auf Einladung) 

Ausstellung Swiss Art Awards 2015
Vernissage: 15. Juni 2015, 19 bis 22 Uhr
Ausstellung vom 16. bis 21. Juni 2015, jeweils von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.
Halle 4, Messe Basel 

Journal: www.swissartawards.ch 
Mobile App: mobile.swissartawards.ch 
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Adresse für Rückfragen

Fragen zur Preispolitik des Bundes:
Danielle Nanchen, Sektion Kulturschaffen, Bundesamt für Kultur, Tel. +41 (0)58 464 98 23, danielle.nanchen@bak.admin.ch

Fragen zu den Schweizer Kunstpreisen:
Léa Fluck, Kunstförderung, Sektion Kulturschaffen, Bundesamt für Kultur, Tel +41 (0)58 462 92 89, lea.fluck@bak.admin.ch

Medienbetreuung (Vermittlung von Interviews mit den Preisträgerinnen und Preisträgern und Akkreditierung zur Preisverleihung): Julia Albani, Tel: +41 (0)76 729 43 21, media@swissartawards.ch


Herausgeber

Bundesamt für Kultur
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Letzte Änderung 20.04.2018

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