Bundesamt für Kultur vergibt zum zweiten Mal die Schweizer Theaterpreise

Bern, 19.03.2015 - Zur Eröffnung des 2. Schweizer Theatertreffens im Theater Winterthur am 28. Mai werden die Schweizer Theaterpreise 2015 vergeben. Dabei werden Brigitte Rosset als herausragende Schauspielerin und Robert Hunger-Bühler als herausragender Schauspieler ausgezeichnet. Maya Bösch, der Dramenprozessor, Karl’s kühne Gassenschau und Margherita Palli erhalten je eine Auszeichnung für ihren Beitrag zur Vielfalt der Schweizer Theaterszene. Der Schweizer Grand Prix Theater/Hans-Reinhart-Ring 2015 wird erst an der Preisverleihung in Winterthur angekündigt und von Bundesrat Alain Berset überreicht. Ab diesem Jahr wird neu der Schweizer Kleinkunstpreis in die Schweizer Theaterpreise integriert. Verliehen wird er an der Schweizer Künstlerbörse am 9. April 2015 in Thun.

Zwei Auszeichnungen «Herausragende/r Schauspieler/in 2015»
Im Rahmen der Schweizer Theaterpreise werden zwei Auszeichnungen «Herausragende/r Schauspieler/in» vergeben. Geehrt werden Brigitte Rosset und Robert-Hunger-Bühler. Rosset schreibt und zeigt Soloprogramme. Seit 2012 spielt sie im Ensemble der Comédie de Genève. Dort zeigt sie ab dem 28. April ein neues Solo: «TIGUIDOU – Tout le mal que l’on se donne pour se faire du bien». Hunger-Bühler ist seit der Spielzeit 2002/03 Ensemblemitglied am Schauspielhaus Zürich. Er spielte unter anderem unter Christoph Marthaler, Stefan Pucher oder Johan Simons in vielen Inszenierungen, die zum Berliner Theatertreffen eingeladen wurden. Die Auszeichnungen sind mit je 30‘000 Franken dotiert. 

Vier Auszeichnungen «Schweizer Theaterpreis 2015»
Vier Schweizer Theaterpreise werden an Personen oder Institutionen vergeben, die sich um das vielfältige Theaterschaffen der Schweiz verdient gemacht haben. Die Preissumme beträgt 30‘000 Franken für Personen und 50‘000 Franken für Institutionen.

Maya Bösch
ist Künstlerin, Kuratorin, Forschende, Regisseurin und Leiterin der Genfer Compagnie sturmfrei, mit der sie Theaterstücke, aber auch Installationen, Ausstellungen und multidisziplinäre Performances realisiert.
Der Dramenprozessor wurde im Jahr 2000 als Werkstatt für szenisches Schreiben für junge Autorinnen und Autoren gegründet und hat sich seither als eines der nachhaltigsten und kontinuierlichsten Autorenprogramme im deutschsprachigen Raum etabliert.
Karl‘s kühne Gassenschau zählt zur ersten Generation der freien Theatergruppen der Schweiz. Bekannt geworden sind sie durch ihre grossen Freilicht-Spektakel, in denen zeitkritische Themen komödiantisch unter die Lupe genommen werden.
Margherita Palli
stammt aus dem Tessin und gilt heute als wichtigste Bühnenbildnerin Italiens. Sie arbeitete unter anderem eng mit Luca Ronconi zusammen, einem der wichtigsten italienischen Regisseure der Nachkriegszeit.

Schweizer Kleinkunstpreis
Der Schweizer Kleinkunstpreis wurde 1993 von der KTV – Vereinigung KünstlerInnen – Theater – VeranstalterInnen, Schweiz, erstmals verliehen. Er zeichnet eine Person oder eine Gruppe für ihr Gesamtwerk aus. Ab 2015 wird der Preis in die Schweizer Theaterpreise aufgenommen und vom Bundesamt für Kultur verliehen. Er ist mit 30‘000 Franken für eine Einzelperson und 50‘000 Franken für eine Gruppe dotiert. Ein Nominationsgremium der KTV schlägt der Eidgenössischen Jury für Theater drei Nominierte vor. Aus diesen wählt die Eidgenössische Jury für Theater den Hauptpreis. Die Nominierten 2015 sind die Komikerin Silvana Gargiulo, die Kabarettistin Uta Köbernick und der Spoken-Word-Autor Pedro Lenz. Sie erhalten jeweils 5‘000 Franken. Bekannt gegeben und verliehen wird der Schweizer Kleinkunstpreis an der Eröffnung der Schweizer Künstlerbörse am 9. April 2015 in Thun. 

2. Schweizer Theatertreffen in Winterthur
Zum zweiten Mal zeigt das Schweizer Theatertreffen in Ergänzung zu den Schweizer Theaterpreisen vom 29. Mai bis zum 6. Juni im Theater Winterthur eine Werkschau des aktuellen Theaterschaffens der Schweiz. Sieben herausragende Schauspielproduktionen wie ein breites Rahmenprogramm machen das Theatertreffen zu einem Begegnungsort von Theaterschaffenden, Fachleuten und Publikum. 2016 wandern das Schweizer Theatertreffen und die Schweizer Theaterpreise nach Genf. Weitere Informationen unter: www.schweizertheatertreffen.ch 

Detaillierte Informationen und Bildmaterial
Weitere Informationen über die Theaterpreise und die Preisträgerinnen und Preisträger sowie hochauflösende Bilder finden Sie auf der Website: www.theaterpreise.ch/de/medien/


Adresse für Rückfragen

Zur Preispolitik des Bundes: Danielle Nanchen, Leiterin Sektion Kulturschaffen, Bundesamt für Kultur, +41 (0)58 464 98 23, danielle.nanchen@bak.admin.ch

Zu den Theaterpreisen: Claudia Rosiny, Verantwortliche Tanz und Theater, Sektion Kulturschaffen, Bundesamt für Kultur, +41 (0)58 465 39 19, claudia.rosiny@bak.admin.ch

Medienbetreuung (Vermittlung von Interviews mit den Preisträgerinnen und Preisträgern und Akkreditierung zu den Preisverleihungen): Paola Gilardi, media@theaterpreise.ch, Tel. +41 (0)79 746 41 10



Herausgeber

Bundesamt für Kultur
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Letzte Änderung 20.04.2018

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