Bundesrat befasst sich mit Situation nach SNB-Entscheid

Bern, 21.01.2015 - Der Bundesrat hat sich an seiner heutigen Sitzung von seinem Ausschuss Wirtschaftspolitik mit den Departementen WBF, EFD und UVEK über die Situation nach der Aufhebung des Franken-Mindestkurses informieren lassen. Im Vorfeld zu seiner Sitzung fand eine Aussprache mit dem Präsidenten des Direktoriums der SNB statt. Zudem nahm der Bundesrat eine erste Lageanalyse zur monetären Situation und zu möglichen volkswirtschaftlichen Auswirkungen vor.

Der Bundesrat bekräftigt die Unabhängigkeit der Nationalbank. Ziel der Aussprache mit dem Präsidenten des Direktoriums der SNB, Thomas Jordan, war es, sich über die Gründe des Entscheides direkt informieren zu lassen. Gestützt auf diese Informationen konnte der Bundesrat eine erste Lagebeurteilung machen. Der Mindestkurs war ein wichtiges und gutes, aber stets befristetes Instrument, das den Schweizer Unternehmen Planungssicherheit gab. Viele von ihnen stehen nun vor grossen Herausforderungen. Die weitere Entwicklung ist jedoch derzeit noch nicht klar. Vor übereilten Reaktionen ist deshalb abzusehen.

Die konjunkturelle Entwicklung hängt wesentlich vom weiteren Verlauf der Wechselkurse und weiteren Faktoren ab, was Prognosen besonders zum jetzigen frühen Zeitpunkt stark erschwert. Übereilte Reaktionen und Entscheide sind deshalb nicht angezeigt.  Der Bundesrat ist sich jedoch der grossen Herausforderung für die Wirtschaft bewusst. Die in der Schweiz produzierenden Unternehmen erleiden derzeit einen Verlust an preislicher Konkurrenzfähigkeit gegenüber Konkurrenten aus anderen Währungsräumen.

Das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung WBF wird deshalb zusammen mit dem Eidgenössischen Finanzdepartement EFD die Situation vertieft analysieren und den Bundesrat ab Februar regelmässig über die Auswirkungen der Wechselkurse auf die Wirtschaftslage informieren und Vorschläge für das weitere Vorgehen unterbreiten.


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Letzte Änderung 24.01.2018

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