Verstärkung der wissenschaftlichen Zusammenarbeit mit Australien

Bern, 28.11.2014 - Gestern fand in Canberra das erste Treffen des gemischten Ausschusses Schweiz-Australien für die Zusammenarbeit in den Bereichen Wissenschaft, Forschung und Innovation statt. Dabei unterzeichneten die Dachorganisationen der schweizerischen und australischen Hochschulen eine Absichtserklärung, die den Austausch zwischen Forschenden, die an gemeinsamen Forschungsprojekten arbeiten, fördern und erleichtern soll.

Eine hochrangige wissenschaftliche Delegation reiste Ende November im Rahmen einer gemeinsamen Mission des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) und des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) nach Australien. Die Mission stand unter der Leitung der Staatssekretärin für Wirtschaft Marie-Gabrielle Ineichen-Fleisch. 

Der vom SBFI geleitete wissenschaftliche Teil der Delegation bestand aus Vertreterinnen und Vertretern der künftigen «Kammern» von swissuniversities, der Forschungsförderagenturen (Schweizerischer Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung SNF und Kommission für Technologie und Innovation KTI), der Universitäten Basel, Genf, Neuenburg und Zürich sowie des Schweizer Zentrums für Elektronik und Mikrotechnologie (CSEM) und des Schweizerischen Tropen- und Public Health Instituts (Swiss TPH). 

Der Besuch der Schweizer Delegation erfolgte in Umsetzung der Vereinbarung über die Förderung der Zusammenarbeit im Wissenschafts-, Forschungs- und Innovationsbereich, die von den beiden Ländern im Jahr 2013 unterzeichnet wurde. Diese hat zum Ziel, durch eine Vertiefung der Beziehungen zwischen den Institutionen und durch Förderung von Instrumenten für den internationalen Austausch, beispielsweise die Bundes-Exzellenz-Stipendien und die spezifischen Programme des SNF, den Aufbau neuer Kontakte zu begünstigen.

Im Rahmen dieser Mission fanden Gespräche mit den Verantwortlichen mehrerer renommierter australischer Forschungsorganisationen statt. Dabei ging es insbesondere um die Zusammenarbeit in den Bereichen Life Sciences sowie Medizinalforschung und -technologie. Für letzteren Bereich will die australische Regierung die Investitionen bis 2020 verdoppeln und internationale Partnerschaften und die Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft verstärken.

Unter den zahlreichen besuchten Institutionen befanden sich die Universität von Queensland, das QIMR Berghofer Medical Research Institute und das Mater Childrens’ Hospital in Brisbane; die Universität von Sydney, das Garvan Institute of Medical Research, die University of Technology und die Australian Nuclear Science and Technology Organisation (ANSTO) in Sydney; die Australian National University von Canberra sowie das Institut für medizinische Forschung Walter and Eliza Hall und die Universität Monash in Melbourne. Darüber hinaus wurden exploratorische Gespräche im Hinblick auf eine mögliche Annäherung zwischen den wichtigsten Förderagenturen, insbesondere zwischen SNF und Australian Research Council (ARC), geführt.

Verschieden Treffen mit in Australien tätigen Schweizer Forschenden und australischen Forschenden, die mit der Schweiz zusammenarbeiten – insbesondere Mitglieder des Swiss Australian Academic Network (SAAN) – sowie mit Vertretungen der Privatwirtschaft dienten dazu, die möglichen Bereiche für die künftige Entwicklung der Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern näher zu bestimmen. 

An der in Canberra abgehaltenen ersten Sitzung des gemischten Ausschusses, der mit der Vereinbarung über die wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und Australien eingesetzt wurde, und bei einem Treffen zwischen Staatssekretärin Marie-Gabrielle Ineichen-Fleisch, Botschafter Mauro Moruzzi, SBFI, und dem Deputy Secretary des australischen Department of Industry Subho Banerjee wurden diese unterschiedlichen Fragen behandelt.

Nach Abschluss der Gespräche unterzeichneten die Dachorganisationen der schweizerischen und der australischen Hochschulen – swissuniversities und Universities Australia – eine Absichtserklärung. Diese zielt darauf ab, den Austausch zwischen Forschenden, die an gemeinsamen Projekten arbeiten, zu erleichtern. Dahinter steht der gemeinsame Wille, die wissenschaftlichen Beziehungen zwischen exzellenten schweizerischen und australischen Partnern zu intensivieren.


Adresse für Rückfragen

Mauro Moruzzi
Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI,
Botschafter, Leiter Abteilung Internationale Beziehungen
Tel. +41 79 659 99 10
mauro.moruzzi@sbfi.admin.ch

Dani Duttweiler
Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI
Stv. Leiter Kommunikation
Tel. +41 58 462 45 60
dani.duttweiler@sbfi.admin.ch



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Letzte Änderung 20.04.2018

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