Bevölkerung steht bei der Eröffnung des Gotthard-Basistunnels im Mittelpunkt

Bern, 12.11.2014 - Am ersten Juni-Wochenende 2016 wird der Gotthard-Basistunnel eröffnet. Im Mittelpunkt der Feierlichkeiten steht die Bevölkerung. Sie soll an zwei Tagen die Gelegenheit erhalten, durch den längsten Eisenbahntunnel der Welt zu fahren. Auch in den offiziellen Eröffnungszügen werden Vertreterinnen und Vertreter aus der Bevölkerung mitfahren können. An der offiziellen Eröffnungszeremonie wird der Bundesrat in corpore teilnehmen.

Per Anfang Juni 2016 übergibt die Alptransit Gotthard AG (ATG) den Gotthard-Basistunnel (GBT) an den Bund und die SBB. Ab diesem Zeitpunkt kann die SBB im sogenannten Probebetrieb erste kommerzielle Züge (Personen- und Güterverkehr) durch den Tunnel führen. Wie bei der Eröffnung des Lötschberg-Basistunnels 2007 soll dieser Termin genutzt werden, um den neuen Tunnel feierlich zu eröffnen.

Am Donnerstag, 2. Juni 2016, findet die Eröffnungszeremonie für geladene Gäste statt. Sie werden an den beiden Tunnelportalen miterleben, wie zwei Züge von Norden und Süden her für die Jungfernfahrten durch den Tunnel starten. In den beiden Zügen werden Vertreter aus der Bevölkerung dabei sein. Dies als Zeichen der Dankbarkeit: Die Schweizerinnen und Schweizer haben mit ihren Entscheiden an der Urne den Bau und die Finanzierung des GBT als Bestandteil der Neuen Eisenbahn-Alpentransversalen (NEAT) ermöglicht. Die Plätze in den Zügen werden rund ein halbes Jahr vor Eröffnung in einem Losverfahren vergeben.

Der Dank des Bundes, der ATG und der SBB an die Schweizer Bevölkerung steht auch im Zentrum der Publikumsanlässe am Wochenende vom 4. und 5. Juni 2016. An diesen Anlässen wird es für ein breites Publikum möglich sein, durch den neuen Tunnel zu fahren. In Erstfeld und Biasca ist zudem ein reichhaltiges kulturelles und kulinarisches Programm geplant. Zwischen dem offiziellen Anlass und dem Publikumsanlass wird am Freitag, 3. Juni 2016, ein Mitarbeiteranlass für die Projektbeteiligten stattfinden.

Der Bundesrat hat heute entschieden, dass der Bundesrat in corpore an der Eröffnungszeremonie teilnehmen wird. Zu den 1200 Gästen der Feier gehören nebst ausländischen Staatschefs und Verkehrsministern ausserdem alle Mitglieder der eidgenössischen Räte und weitere Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Kultur.

Projektorganisation für Eröffnungsfeierlichkeiten

Zur Vorbereitung der Eröffnungs- und Publikumsfeier haben das Bundesamt für Verkehr (BAV), die ATG und die SBB eine gemeinsame Projektorganisation geschaffen. Sie steht unter der Leitung des BAV. Ziel ist es, mit der Eröffnungsfeier ein internationales Echo  auszulösen. Der Tunnel steht dabei sinnbildlich für die Schweizer Werte Innovation, Präzision und Zuverlässigkeit. Die Anlässe laufen unter dem Begriff „Gottardo 2016".

An beiden Tunnelportalen soll eine bildliche, tänzerische und musikalische Inszenierung gezeigt werden. Der Auftrag für die künstlerische Leitung wurde vom Projektausschuss an ein Team unter der Leitung des bekannten Regisseurs Volker Hesse vergeben.

Der Bund finanziert die Eröffnungsfeierlichkeiten mit acht Millionen Franken aus dem bereits bewilligten NEAT-Kredit. Dazu kommen Eigenleistungen der SBB im Umfang von schätzungsweise 2,5 Millionen Franken, weiter sind Sponsoring-Beiträge im Umfang von zwei Millionen vorgesehen.

Wichtige Funktion im Nord-Süd-Verkehr

Der GBT ist mit 57 Kilometern der längste Eisenbahntunnel der Welt. Er kostet rund 10 Milliarden Franken (Preisstand 1998 ohne Teuerung und Mehrwertsteuer). Sein Bau dauerte rund 15 Jahre. Der GBT ermöglicht es zusammen mit dem Ceneri-Basistunnel, die Alpen auf einer Höhe von 550 Metern über Meer zu durchqueren. Er ist ein Schlüsselelement des europäischen Güterverkehrskorridors zwischen den Nordseehäfen Rotterdam und Antwerpen sowie dem Mittelmeerhafen Genua.

Die Inbetriebnahme des GBT ist auf den Fahrplanwechsel vom 11. Dezember 2016 geplant. Ab dann fahren Güterzüge und Fernverkehrszüge im Personenverkehr fahrplanmässig durch den Basistunnel. Die Strecke wird um rund 30 Kilometer verkürzt; die Reisezeit zwischen Zürich und Lugano sinkt nach Abschluss der Bauarbeiten auf den Zufahrtstrecken und nach Inbetriebnahme des Ceneri-Basistunnels um rund 45 Minuten.


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Letzte Änderung 20.04.2018

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