Erster Flug aus Ebola-Gebiet in die Schweiz

Bern, 22.09.2014 - Am Montag, 22. September 2014, ist erstmals eine Person aus dem Ebola-Krisengebiet in die Schweiz geflogen worden. Es handelt sich um einen ausländischen Krankenpfleger, der in Sierra Leone für eine internationale Organisation im Einsatz war. Das Risiko, dass der Betroffene erkrankt, ist sehr gering. Für die Schweizer Bevölkerung besteht keinerlei Gefahr.

Der Mann wurde von einer privaten Transportfirma nach Genf geflogen und direkt ins Genfer Universitätsspital (HUG) gebracht. Dort haben die ersten Abklärungen ergeben, dass das Risiko einer Infektion sehr klein ist. Trotzdem wird der Krankenpfleger in Obhut genommen und während der kommenden drei Wochen (dies ist die maximale Inkubationszeit) überwacht und regelmässig untersucht. Entwickelt er in dieser Zeitspanne keine Symptome, lässt sich eine Erkrankung ausschliessen.

Der Helfer leistete in Sierra Leone einen Einsatz in einem Spital und war am Abend des 20. September 2014 von einem an Ebola erkrankten Kind gebissen worden. Da er alle Sicherheitsvorgaben befolgte und insbesondere einen Schutzanzug trug, kam es durch den Biss zu keiner sichtbaren Wunde. Deshalb stellt der Flug in die Schweiz, welcher auf Anfrage einer internationalen Organisation mit Sitz in Genf stattgefunden hat, eine reine Vorsichtsmassnahme dar. Der Transport des Mannes in die Schweiz zeigt, dass medizinische Flüge bzw. Repatriierungen aus dem Ebola-Epidemiengebiet in die Schweiz grundsätzlich möglich sind. Jede solche Anfrage wird weiterhin einzeln geprüft und entschieden.

Bund und Kantone haben mit Blick auf die Epidemie zahlreiche Vorkehrungen getroffen. Seit rund zwei Monaten befasst sich im Bundesamt für Gesundheit (BAG) eine Task Force in enger Zusammenarbeit mit den kantonalen Behörden mit Ebola. Diese hat unter anderem das Vorgehen an den Grenzen bzw. Flughäfen sowie in Asylempfangsstellen und -zentren geklärt.


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Letzte Änderung 20.04.2018

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