Strassenverkehr fordert im ersten Halbjahr weniger Tote, aber mehr Schwerverletzte

Bern, 09.09.2014 - Auf den Schweizer Strassen sind im ersten Halbjahr 2014 115 Menschen bei Unfällen gestorben. Dies sind neun Personen weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. 1911 Personen wurden schwer verletzt, 182 mehr als im ersten Halbjahr 2013. Dies zeigt die Auswertung des Strassenverkehrsunfall-Registers des Bundesamtes für Strassen (ASTRA). Neu publiziert das ASTRA auf dem Geoportal des Bundes geo.admin.ch mit map.unfalldaten.ch auch eine Unfallkarte der Schweiz.

Die Anzahl der auf Schweizer Strassen tödlich verunfallten Personen hat gegenüber dem ersten Halbjahr 2013 − einem Jahr mit markant wenig Verkehrstoten − um sieben Prozent abgenommen. Bei den schwerverletzten Personen ist im ersten Halbjahr 2014 hingegen eine Zunahme von elf Prozent zu verzeichnen. Bei den verunfallten Autoinsassen resultierte sowohl bei den getöteten als auch den schwerverletzten Personen ein Rückgang.

Mehr schwerverunfallte Zweiradfahrende

Bei den Zweiradfahrenden hat sowohl die Anzahl der tödlich verunfallten Personen als auch diejenige der Schwerverletzten zugenommen. Sehr ausgeprägt (in Prozenten) ist die Zunahme bei den Fahrradfahrenden, am wenigsten stark bei den Motorradfahrenden. Im Vergleich mit dem Durchschnitt der ersten Halbjahre 2009 bis 2013 muss bei schwerverletzten Fahrradfahrenden eine Zunahme um 13 Prozent verzeichnet werden. 

Rückläufiger Trend bei den Fussgängern

Rückläufig entwickelt hat sich die Zahl der verunglückten Fussgänger. Wie schon letztes Jahr ist die Anzahl der schwerverunfallten Fussgänger gegenüber der Vorjahresperiode weiter zurückgegangen. Die Zahl der tödlich Verunfallten hat von 25 (2013) auf 15 (2014) um 40 Prozent abgenommen. Damit wurde ein neuer Tiefstand verzeichnet. Ein Fünftel kam auf Zebrastreifen ums Leben, bei den Schwerverletzten macht dieser Anteil mehr als 40 Prozent aus.

Einfluss von Geschwindigkeit und Alkohol ist gesunken

Im ersten Halbjahr 2014 sind zwölf respektive 13 Todesopfer zu beklagen, die auf den Einfluss von übersetzter Geschwindigkeit sowie auf die Einwirkung von Alkohol zurückzuführen sind. Dies entspricht einem Rückgang von 48 respektive 35 Prozent in Bezug auf die Vorjahresperiode. Bei den Schwerverletzten beträgt die Abnahme fünf (Geschwindigkeit) und acht (Alkohol) Prozent. Möglicherweise zeigen die Massnahmen aus den ersten beiden «Via sicura»-Paketen betreffend Raser sowie betreffend Fahrverbot unter Alkoholeinfluss für Neulenkende und Berufschauffeure bereits Wirkung.

 

Die Halbjahresstatistik der Strassenverkehrsunfälle basiert auf dem Strassenverkehrsunfall-Register des ASTRA. Es enthält Unfälle auf öffentlichen Strassen oder Plätzen, in die mindestens ein motorisiertes oder nicht motorisiertes Fahrzeug oder ein Fussgänger mit einem fahrzeugähnlichen Gerät verwickelt ist. Als schwer verletzt gelten Personen mit einer schweren, sichtbaren Beeinträchtigung, die normale Aktivitäten zu Hause für mindestens 24 Stunden nach dem Unfall verhindert. Als getötet gelten Personen, die infolge eines Unfalls auf der Unfallstelle oder innerhalb von 30 Tagen nach dem Unfall an den Unfallfolgen sterben. Bei letzteren Personen ist das Unfalldatum ausschlaggebend für die Zuordnung zu einem Statistikhalbjahr. 

Weil die Erfassung der mutmasslichen Hauptursache und die Unterscheidung von Velotypen (z.B. E-Bike) erst seit dem 1.1.2011 erfolgt, sind für die Jahre 2009 und 2010 keine entsprechenden Angaben vorhanden. Folglich ist kein Vergleich mit dem Durchschnitt 2009 bis 2013 möglich.

Das ASTRA publiziert auf dem Geoportals des Bundes mit http://map.unfalldaten.ch erstmals eine Karte, welche die Unfälle mit Personenschaden für die Jahre 2011 bis 2013 geografisch nach bestimmten Themen darstellt. 

Die Halbjahresstatistik enthält provisorische Ergebnisse. Die definitiven Ergebnisse werden im Frühjahr 2015 publiziert.

 

 


Adresse für Rückfragen

Medienstelle des Bundesamtes für Strassen 058 464 14 91



Herausgeber

Bundesamt für Strassen ASTRA
http://www.astra.admin.ch

Koordinationsorgan für Geoinformation des Bundes
http://www.geo.admin.ch

Letzte Änderung 20.04.2018

Zum Seitenanfang

https://www.admin.ch/content/gov/de/start/dokumentation/medienmitteilungen.msg-id-54374.html