Schweiz und Myanmar vertiefen ihre Beziehungen

Bern, 05.09.2014 - Bundespräsident Didier Burkhalter hat am 5. September Myanmars Staatspräsidenten U Thein Sein zu einem offiziellen Besuch empfangen. Nach der Wiederaufnahme der Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern anlässlich der Eröffnung der Schweizer Botschaft Ende 2012, beginnt damit eine neue Etappe der bilateralen Beziehungen. Bei den Gesprächen auf dem Landsitz Lohn bei Bern erörterten die beiden Präsidenten die bisherigen Ergebnisse der myanmarischen Reformpolitik. Ein bilateraler Dialog soll die Beziehungen weiter vertiefen.

Bei den Gesprächen im Landsitz Lohn würdigte Bundespräsident Didier Burkhalter die Schritte Myanmars auf dem Weg zu Frieden, Demokratie, internationaler Zusammenarbeit und Prosperität und ermutigte Myanmar, die Reformpolitik weiter zu verfolgen. Die Schweiz will das Land auf seinem Weg unterstützen und ihr Engagement auf den Gebieten Demokratisierung, Friedensförderung, Wirtschaft und Entwicklung verstärken. Seit 2012 ist die Schweiz mit einer Botschaft in Myanmar vertreten. Bei deren Eröffnung trafen sich EDA-Vorsteher Didier Burkhalter und Präsident U Thein Sein zum ersten Mal. Seither gab es mehrere hochrangige Treffen zwischen den Vertretern der Schweiz und Myanmars.

Die bilateralen Beziehungen sollen auf verschiedenen Ebenen vertieft werden. Das Programm der Schweiz zur Armutsbekämpfung und Friedensförderung verfügt über ein Budget von 150 Millionen Franken für die Jahre 2013 bis 2017. Es setzt Schwerpunkte bei der Landwirtschaft und Nahrungssicherheit, bei der Gesundheit und Gouvernanz, bei der Demokratisierung und Friedensmassnahmen sowie bei der Berufsbildung. So wird beispielsweise ein Berufsbildungszentrum in Yangon zwischen 2013 und 2022 mit CHF 9 Mio. unterstützt. Ein Rahmenvertrag regelt diese Zusammenarbeit.

Zur Dynamisierung der Beziehungen soll ein hochrangiger bilateraler Dialog beitragen, auf den sich die beiden Präsidenten in Bern einigten. Er soll erlauben, alle bilateralen Fragen offen und konstruktiv zu behandeln. Ein wirtschaftlicher Dialog zwischen den beiden Ländern besteht bereits. Die erste Runde fand letztes Jahr in Myanmar statt. Die zweite soll 2015 in der Schweiz durchgeführt werden. Das Ziel ist, die bislang bescheidenen wirtschaftlichen Beziehungen auszubauen.


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