Das Bruttoinlandprodukt im 1. Quartal 2014

Bern, 28.05.2014 - Das reale Bruttoinlandprodukt (BIP) der Schweiz ist im 1. Quartal 2014 gegenüber dem Vorquartal um 0,5 % gestiegen*. Auf der Verwendungsseite des BIP trugen vor allem die Handelsbilanz mit Waren und Dienstleistungen sowie die Bauinvestitionen positiv zum BIP-Wachstum bei. Auf der Produktionsseite (Entwicklung der Wertschöpfung nach Branchen) lieferten vor allem die Industrie, der Grosshandel und die Finanzdienstleistungen die meisten Wachstumsbeiträge. Im Vergleich zum 1. Quartal 2013 resultierte ein BIP-Wachstum von 2,0 %.

Im 1. Quartal 2014 sind die Ausgaben der privaten Haushalte und der privaten Organisationen ohne Erwerbszweck (POoE) um 0,1% gestiegen. Bremsend wirkten insbesondere die Rubriken Wohnen und Verkehr. Die Konsumausgaben des Staates und der Sozialversicherungen waren im 1. Quartal 2014 rückläufig und verringerten sich gegenüber dem Vorquartal um -0,8%.

Die Bruttoanlageinvestitionen legten um 0,5% zu. Dabei bildeten sich die seit längerer Zeit verhaltenen Ausrüstungsinvestitionen zurück (-1,5%). Diese Entwicklung wurde durch eine Investitionsschwäche über beinahe alle Sektoren mit Ausnahme der Sektoren „Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen“ und „IT-Dienstleistungen“ getrieben. Demgegenüber sorgten die Bauinvestitionen, begünstigt durch den milden Winter, mit einem Anstieg von 2,7% für einen stark positiven Wachstumsbeitrag (wie bereits in den beiden vorangegangenen Quartalen).

Die Warenexporte (ohne Edelmetalle, Edel- und Schmucksteine sowie Kunstgegenstände und Antiquitäten) haben um 2,0% zugenommen. Dieser Anstieg wurde insbesondere durch die Exporte von Chemie/Pharma sowie von Fahrzeugen getrieben. Die restlichen Rubriken wie unter anderem Maschinen/Elektronik sowie Präzisionsinstrumente/Uhren/Bijouterie haben sich leicht rückläufig entwickelt. Die Warenimporte (ohne Edelmetalle, Edel- und Schmucksteine sowie Kunstgegenstände und Antiquitäten) nahmen ab (-0,8%). Massgeblich zum Rückgang beigetragen haben die Rubriken Maschinen/Elektronik sowie Energieimporte. Ebenfalls rückläufig waren Chemie/Pharma-Importe und Importe von Präzisionsinstrumente/Uhren/Bijouterie.

Die Dienstleistungsexporte (Fremdenverkehr inbegriffen) sind angestiegen (+1,3%). Die Dienstleistungsimporte bildeten sich nach einem starken Vorquartal zurück (-1.3%).

Auf der Produktionsseite haben im 1. Quartal 2014 das verarbeitendes Gewerbe, der Grosshandel und die Finanzdienstleistungen die stärksten positiven BIP-Wachstumsbeiträge geliefert. Demgegenüber nahm die Wertschöpfung in den Branchen „Energie- und Wasserversorgung“, „Gastgewerbe“, „Grundstücks- und Wohnungswesen, Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen“ sowie „Öffentliche Verwaltung" ab.

Der Deflator des Bruttoinlandprodukts stieg im Vergleich zum 1. Quartal 2013 um 0,1%. Seit nunmehr zehn Quartalen bildet sich der Deflator des privaten Konsums zurück: im 1. Quartal betrug seine Abnahme (im Vorjahresvergleich) 0,2%. Die ebenfalls seit mehreren Quartalen sinkenden Preise der Ausrüstungsinvestitionen setzten ihren Trend weiter (Deflator -0,2%). Die Preise der Bauinvestitionen nahmen hingegen um 0,8% zu. Die Exportpreise nahmen um -0,5% ab, während die Importpreise stagnierten (0,0%)**.

*Ohne gegenteilige Anmerkung werden die hier aufgeführten Veränderungsraten gegenüber dem Vorquartal  (ohne Hochrechnung auf Jahresbasis) aus saison- und preisbereinigten Reihen berechnet. „Real“ steht dabei als Abkürzung für die Formulierung „zu Preisen des Vorjahres, verkettete Werte, Referenzjahr 2005“. In der offiziellen Terminologie wird auch von „Volumenentwicklung“ gesprochen. Die Kommentare zur Entwicklung der Preisindizes stützen sich auf die Vorjahresquartalsveränderungen der nicht-saisonbereinigten Daten.

**Die Kommentare über die Entwicklung der Export- und Importpreise beziehen sich auf die Entwicklung des Aggregats « Waren und Dienste, ohne Edelmetalle, Edel- und Schmucksteine sowie Kunstgegenstände und Antiquitäten » (Summe des Aussenhandels gemäss « Total 1 »).


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Letzte Änderung 20.04.2018

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