24 Kaderleute aus Myanmar zu Gesprächen und Weiterbildung in der Schweiz

Bern, 14.04.2014 - Heute trifft sich eine Delegation aus Myanmar mit EDA-Staatssekretär Yves Rossier sowie weiteren Vertreterinnen und Vertretern von Bund, Kantonen und der Zivilgesellschaft in Bern. Im Mittelpunkt der Gespräche stehen die bilateralen Beziehungen, nachhaltige Investitionen sowie Föderalismusfragen. Die Vertreterinnen und Vertreter von Regierung, Parlament, Parteien und Nichtregierungsorganisation aus Myanmar absolvieren derzeit eine Weiterbildung in Genf. Die Schweiz unterstützt Myanmar in seinem politischen Veränderungsprozess.

Kadermitarbeitende aus verschiedenen Ministerien, politischen Parteien und Nichtregierungsorganisationen, die aktiv in die Umgestaltung der myanmarischen Gesellschaft und des Regierungssystems involviert sind, haben während dreier Wochen Gelegenheit, sich mit internationalen Expertinnen und Experten zu wichtigen Themen auszutauschen. Dazu gehören u.a. gute Regierungsführung, Gewaltentrennung, Dezentralisierung, Reform des Sicherheitssektors, Friedensprozesse, Vergangenheitsarbeit sowie interkulturelle Aspekte des Zusammenlebens.

Durchgeführt wird der Kurs vom Genfer Zentrum für Sicherheitspolitik (Geneva Centre for Security Policy, GCSP) und vom Genfer Zentrum für die demokratische Kontrolle der Streitkräfte (Geneva Centre for the Democratic Control of Armed Forces, DCAF), ermöglicht hat ihn das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) im Rahmen seines Engagements zur Förderung von Frieden und Demokratie in Myanmar. Der Kurs hat zum Ziel, Fachwissen zu wichtigen Themen, wie öffentliche Mitsprache, Medienfreiheit, Minderheitenschutz oder Dezentralisierung an Führungskräfte in Myanmar zu vermitteln und ihnen einen Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern anderer Staaten sowie internationalen Organisationen zu ermöglichen. Damit sollen die internationalen und nationalen Netzwerke in Myanmar gestärkt und die  Öffnung des Landes unterstützt werden.

Es handelt sich bereits um die zweite myanmarische Delegation, die das Weiterbildungsangebot der Schweiz in Anspruch nimmt. Bundespräsident Didier Burkhalter unterbreitete es dem myanmarischen Präsidenten U Thein Sein anlässlich der Botschaftseröffnung im November 2012.

Die Erfahrungen des ersten Kurses zeigen, dass das Bedürfnis der myanmarischen Führungspersönlichkeiten nach Wissen, Austausch und Vernetzung auf internationaler Ebene gross ist. Sie zeigen aber auch, wie wichtig es für die Vertrauensbildung im Innern des Landes ist, wenn Vertreterinnen und Vertreter von verschiedenen myanmarischen Institutionen und Interessengruppen, von Regierung und Zivilgesellschaft gemeinsam eine Ausbildung absolvieren. Die Teilnehmenden des ersten Weiterbildungskurses in der Schweiz pflegen heute einen regen Austausch untereinander und treffen sich zweimal jährlich auf der Schweizer Botschaft in Yangon zu Weiterbildungsveranstaltungen und zur Pflege des Netzwerks.

Die Regierung in Myanmar beschreitet einen Weg der Öffnung. Sie hat mit fast allen bewaffneten ethnischen Gruppen Waffenstillstandsabkommen unterzeichnet und führt derzeit Verhandlungen, die zu einem nationalen Waffenstillstandsabkommen führen sollen. Der bisherige Reformprozess hat mehrere positive Entwicklungen in Gang gesetzt. So wurden zum Beispiel Hunderte von politischen Gefangenen freigelassen, die Medienzensur abgeschafft und die Versammlungs- und Meinungsäusserungsfreiheit deutlich gestärkt.

Aufgrund dieser positiven Entwicklungen hat sich die Schweiz bereit erklärt, das Land in seinem Reformkurs zu unterstützen und ihm bei der Bewältigung der grossen Herausforderungen beizustehen. Nebst zusätzlichen finanziellen Mitteln für die Entwicklungszusammenarbeit und die humanitäre Hilfe, hat sie deshalb eine Expertin für menschliche Sicherheit entsandt, die gezielt Projekte zur Förderung von Frieden und Demokratie begleitet.


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