Erneuerung der Mandate an Euresearch für die Informationsvermittlung zu „Horizon 2020“ und an die ch Stiftung als nationale Agentur für „Erasmus+“

Bern, 04.02.2014 - Die Schweiz strebt eine nahtlose Weiterbeteiligung an den neuen Forschungsrahmenprogrammen der EU („Horizon 2020“-Paket) und am neuen europäischen Programm für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport „Erasmus+“ an. Zur Umsetzung der Programmteilnahme hat das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation die Mandate an den Verein Euresearch und an die ch Stiftung erneuert.

Die Schweiz beteiligt sich seit 2004 als assoziiertes Land an den Rahmenprogrammen für Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration der Europäischen Union (FRP). Das für dies Dossier zuständige Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI finanziert als nationale Begleitmassnahme einen Informationsdienst für Motivation, Information und Beratung von Forschenden in der Schweiz mit dem Ziel, eine möglichst hohe Beteiligung an den Forschungsprojekten der FRP sicherzustellen. Damit soll aus den zur Verfügung gestellten Mitteln ein möglichst hoher Nutzen erzielt werden. Gemäss den regelmässig durchgeführten Evaluationen des SBFI besteht ein grosser Bedarf der Schweizer Teilnehmenden bezüglich Information, Beratung und Unterstützung im Zusammenhang mit den FRP.

Am 1. Januar 2014 startete die jüngste FRP-Generation „Horizon 2020 – das Rahmenprogramm der EU für Forschung und Innovation“ mit einem Budget von rund 80 Milliarden Euro und einer Laufzeit von sieben Jahren (2014-2020). Die Schweiz wird sich wiederum als assoziiertes Mitglied daran beteiligen; ein entsprechendes Abkommen wird zurzeit verhandelt, um eine ununterbrochene Assoziierung der Schweiz sicherzustellen. Forschende in der Schweiz können sich deshalb bereits jetzt an Projekten von „Horizon 2020“ beteiligen und Projektanträge einreichen.

Für die Jahre 2014-2016 hat das SBFI für die Betreuung von Forschenden bei der Vorbereitung und Eingabe von Forschungsgesuchen eine Leistungsvereinbarung über 17,6 Mio. CHF mit Euresearch abgeschlossen. Das Euresearch-Informationsnetzwerk besteht aus einer Geschäftsstelle in Bern und regionalen Beratungsstellen an allen grösseren Hochschulstandorten der Schweiz; es hat diese Aufgabe bereits in der vorhergehenden Programmgeneration wahrgenommen und ist in der Schweizer Forschungs- und Innovationslandschaft bestens verankert.

EU-Bildungsprogramme

Seit 2011 ist die Schweiz an den EU-Bildungs- und Jugendprogrammen (Lebenslanges Lernen und Jugend in Aktion) assoziiert. Bundesrat und Parlament streben eine nahtlose Teilnahme an Nachfolgeprogramm „Erasmus+“ an. Schweizer Bildungsinstitutionen und Jugendgruppen können unter Vorbehalt der Unterzeichnung des zurzeit in Verhandlung stehenden Abkommens vollumfänglich an Projekten des Programms beteiligen. Die ersten Ausschreibungen wurden Mitte Dezember 2013 lanciert. Entsprechende Projektanträge können bereits jetzt eingereicht werden.

Das SBFI hat im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung die ch Stiftung für eidgenössische Zusammenarbeit der Kantone seit 2010 mit der Aufgabe betraut, als nationale Agentur die Teilnahme der Schweiz an den EU-Bildungs- und Jugendprogrammen umzusetzen. Dieses Mandat wird nun für weitere drei Jahre erneuert. Die Evaluation der Leistungen der ch Stiftung im Jahr 2012 ergab ein positives Gesamtergebnis.

Aufgabe der ch Stiftung als nationale Agentur ist, durch die Sicherstellung einer optimalen Beteiligung am neuen Programm „Erasmus+“ einen Beitrag zum Wissensaufbau in der Schweiz und zum Austausch mit dem Ausland zu leisten. Die ch Stiftung bietet Information und Beratung über die Programmaktivitäten an und teilt entsprechende Fördermittel an Projekte in der Schweiz zu. Ausserdem übernimmt sie die Bereitstellung eines erweiterten Angebotes an Informations- und Vernetzungsdiensten sowie Massnahmen zum Ausbau der Programmaktivitäten. Die ch Stiftung hat die nötigen Strukturen etabliert und ein Netzwerk im Bereich von europäischem Austausch und Mobilität in allen Bildungsbereichen sowie im ausserschulischen Bereich entwickelt.

Der Bund investiert in den Betrieb der ch Stiftung in den Jahren 2014-2016 rund 12,5 Millionen Franken. Zudem leistet er für die Informations- und Vernetzungsdienste sowie Massnahmen zum Ausbau der Programmaktivitäten 8,6 Mio. CHF.


Adresse für Rückfragen

Philipp Langer, Ressortleiter EU-Rahmenprogramme, SBFI, Tel. +41 31 322 96 93
Gaétan Lagger, Stv. Ressortleiter Internationale Bildungsprojekte, SBFI, Tel. +41 31 323 26 74



Herausgeber

Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation
http://www.sbfi.admin.ch

Letzte Änderung 20.04.2018

Zum Seitenanfang

https://www.admin.ch/content/gov/de/start/dokumentation/medienmitteilungen.msg-id-51899.html