Therapie-Programme für übergewichtige Kinder werden weiterhin vergütet

Bern, 17.12.2013 - Die obligatorische Krankenpflegeversicherung (OKP) übernimmt auch in Zukunft Therapien für stark übergewichtige Kinder und Jugendliche. Zudem wird der Übergangszuschlag für Analysen im Praxislabor verlängert und erhöht. Das Eidg. Departement des Innern setzt diese und weitere Änderungen der Krankenpflege-Leistungsverordnung (KLV) auf 1.1.2014 in Kraft.

Der Masterplan zur Hausarztmedizin hat unter anderem zum Ziel, die Leistungen der Grundversorger besser zu entgelten. In der Analysenliste soll deshalb ein spezielles Kapitel für "schnelle Analysen" eingeführt werden. Diese Analysen, die für die Diagnosestellung wichtig sind,  können die Grundversorger mit geringem Aufwand in ihrem Praxislabor durchführen. Da die umfangreichen Arbeiten zur  Tarifierung noch im Gange sind, wird der Übergangszuschlag für diese Analysen bis am 31. Dezember 2014 verlängert und erhöht.  Die zusätzliche Vergütung zugunsten der Grundversorger beläuft sich auf rund 35 Mio. Franken.

Seit sechs Jahren können stark übergewichtige Kinder und Jugendliche zu Lasten der OKP ein Behandlungsprogramm in Gruppen absolvieren, um ihr Gewicht zu reduzieren. Behandelt werden diejenigen stark übergewichtigen Kinder, die aufgrund ihres Übergewichts an einer Begleit- oder Folgeerkrankung wie Diabetes oder Bluthochdruck leiden. Im Programm werden sie von Ärztinnen und Ärzten sowie durch Physiotherapie und Ernährungsberatung unterstützt. Die Evaluation hat gezeigt, dass die Gruppenprogramme erfolgreich sind. Sie werden deshalb von der Krankenpflegeversicherung ab 1. Januar 2014 definitiv vergütet. Neu werden zudem auch Einzeltherapien für schwer übergewichtige Kinder und Jugendliche übernommen.

Veränderungen der Gene BRCA1 und BRCA2 können bei Frauen das Risiko erhöhen, an Brust- und Eierstockkrebs zu erkranken. Für die Vergütung der Untersuchung der beiden Gene zu Lasten der OKP gilt neu ein tieferer Pauschaltarif. Der Test wird nur vergütet, wenn er in einem Labor in der Schweiz durchgeführt wird.


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Letzte Änderung 20.04.2018

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