Transport- und Logistikbranche einigt sich auf weiteres Vorgehen bei Terminals

Bern, 03.12.2013 - Der neue Grossterminal Basel-Nord soll realisiert und im Endausbau wie geplant trimodal ausgestaltet werden, d. h. mit Umschlag zwischen Schiene, Strasse und Rheinschifffahrt. Beim Projekt Gateway Limmattal ist eine schrittweise Umsetzung vorgesehen, die sich nach den Marktbedürfnissen richtet. Auf dieses Vorgehen hat sich die Transport- und Logistikbranche in einer Mediation geeinigt. Die Resultate wurden heute an der zweiten vom Bundesamt für Verkehr (BAV) organisierten Terminalkonferenz bekräftigt.

Ende April 2013 hatte das BAV die erste Terminalkonferenz durchgeführt und den unabhängigen Branchenexperten Erwin Rutishauser mit einer Mediation beauftragt. Ziel war es, die Branche auf eine gemeinsame Haltung zur Terminallandschaft im Allgemeinen und zu den beiden Grossterminalprojekten Basel-Nord und Gateway Limmattal im Besonderen zu einigen.

An der heutigen zweiten Terminalkonferenz kam dieser Prozess zu einem erfolgreichen Abschluss. Die Transport- und Logistikbranche hat sich im Mediationsprozess auf fünf Punkte geeinigt:

  • Die Akteure sind sich einig, dass im Import- und Exportverkehr von Containern Wachstumsraten von einem bis zwei Prozent über dem Wirtschaftswachstum realistisch sind.
  • Die bestehenden Terminals müssen bei der Planung der künftigen Terminallandschaft einbezogen werden.
  • Der Terminal Basel-Nord soll realisiert werden, und zwar sowohl für den Umlad Schiene/Schiene und Schiene/Strasse als auch – in einem weiteren Ausbauschritt – für den Umlad mit der Rheinschifffahrt.
  • Die Option für die Realisierung des Gateway Limmattal soll offen gehalten werden. Bei der Umsetzung steht ein etappenweises Vorgehen im Vordergrund, das sich nach den Marktbedürfnissen richtet. Die Vorgabe des kantonalen Richtplans, wonach im Sammel- und Verteilverkehr mindestens 80 Prozent der Container mit der Bahn zu transportieren sind, ist zu berücksichtigen und ins Produktionskonzept einzubeziehen.
  • Zu vertiefen ist die Frage, wie der diskriminierungsfreie Zugang zu den Terminals optimal gewährleistet werden kann. Ebenfalls genauer geprüft werden muss die Frage, wie die Betreibergesellschaften der Terminals am besten organisiert werden.

Das BAV sieht vor, die Weiterentwicklung der Terminallandschaft in den kommenden Monaten zu konkretisieren. Dies soll in enger Zusammenarbeit mit der Transport- und Logistikbranche geschehen. Die Ergebnisse der Mediation werden dabei berücksichtigt. Die Branche soll periodisch über den Fortschritt im Rahmen einer Konferenz informiert werden. Ziel ist ein zukunftsfähiger und produktiver Logistikstandort Schweiz.


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Letzte Änderung 20.04.2018

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