Klimakonferenz: Bundesrätin Leuthard wirbt für Investitionen in grüne Technologien

Bern, 21.11.2013 - Bundesrätin Doris Leuthard hat an der 19. UNO-Klimakonferenz in Warschau dafür plädiert, die Eckwerte für ein neues Klimaabkommen ab dem Jahr 2020 festzulegen. Um die Erderwärmung zu begrenzen, müssten alle Länder ihren Ausstoss an Treibhausgasen markant reduzieren. Ein nachhaltiges Wachstum sei möglich, wenn in Energieeffizienz und erneuerbare Energien investiert werde, sagte die Vorsteherin des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK).

Vor zwei Jahren habe die internationale Staatengemeinschaft beschlossen, ein für alle Länder gültiges Vertragswerk auszuarbeiten und 2015 abzuschliessen. Nun sei es an der Zeit, die Eckwerte dafür festzulegen - etwa die Länge der nächsten Verpflichtungsperiode und die Methoden zur Messung der Reduktionsleistungen. Auf dieser Basis müsse ein Abkommen entstehen, das sämtliche Länder ab dem Jahr 2020 dazu verpflichte, weniger Treibhausgase auszustossen. Ansonsten sei das Ziel, die Erderwärmung auf einen Anstieg von 2 Grad gegenüber dem Jahr 1990 zu begrenzen, nicht zu erreichen, unterstrich Bundesrätin Leuthard vor der Plenarversammlung.

Die Schweiz sei bereit, ihren Beitrag zu leisten. Sie strebe schon vor 2020 eine zweite Verpflichtungsperiode unter dem Kyoto-Protokoll an. Die UVEK-Vorsteherin rief die Industrie- und Schwellenländer mit einem hohen CO2-Ausstoss dazu auf, ebenfalls zwischen 2013 und 2020 ihre Emissionen zu senken. Dabei gelte das Prinzip: „Nationale Aktivitäten sind gut, international koordinierte, verbindliche Massnahmen sind besser."

Anknüpfend an die UNO-Nachhaltigkeitskonferenz in Rio im Sommer 2012 warb die Schweizer Umweltministerin für Investitionen in umweltfreundliche Technologien, erneuerbare Energien und Energieeffizienz. Dies seien wirksame Massnahmen zur Reduktion der CO2-Emmissionen. Dabei stünden die Industrieländer gegenüber den Entwicklungsländern in der Pflicht. Der Transfer von Know-How sei zu intensivieren, sagte Bundesrätin Leuthard: „Unsere Technologien tragen zum Ziel einer Gesellschaft mit weniger Treibhausgasemissionen bei. Daran haben alle ein Interesse. Von der Solidarität zwischen Industrie- und Entwicklungsländern profitiert am Ende die ganze Welt."


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