Bundesrat Didier Burkhalter reist zu offiziellen Arbeitsbesuchen nach Australien, Neuseeland und Vanuatu

Bern, 22.10.2013 - Vom 25. bis 28. Oktober 2013 wird sich Bundesrat Didier Burkhalter in drei Staaten der asiatisch-pazifischen Region aufhalten: Bei seinen Treffen in Australien und Neuseeland handelt es sich um den ersten offiziellen Besuch eines Schweizer Aussenministers in diesen beiden Staaten, bei Vanuatu sogar um den ersten Besuch eines Bundesratsmitglieds überhaupt. Bei den politischen Gesprächen in Australien, Neuseeland und Vanuatu stehen die Vertiefung der bilateralen Beziehungen zu den drei Staaten, die verstärkte Zusammenarbeit im multilateralen Rahmen sowie zum Beispiel im Bereich nachhaltige Entwicklung oder Klima im Zentrum.

Die Pazifikregion deckt rund ein Drittel der Weltoberfläche ab und gehört als Teil der asiatisch-pazifischen Region zu den aufstrebendsten Weltgegenden. So haben Australien und Neuseeland zum Beispiel die Wirtschafts- und Finanzkrise weitgehend unbeschadet überstanden. Australien ist ausserdem als nicht-ständiges Mitglied des UNO-Sicherheitsrats und Mitglied der G20 ein gewichtiger Akteur auf der Weltbühne. Für die Schweiz gewinnt die asiatisch-pazifische Region generell in politischer und wirtschaftlicher Hinsicht wie auch im Hinblick auf die Entwicklung von Ansätzen zur Lösung globaler Herausforderungen zunehmend an Bedeutung. Bilaterale und multilaterale Themen werden deshalb im Zentrum der Treffen von Bundesrat Didier Burkhalter im asiatisch-pazifischen Raum stehen.

Erste Station der Reise von Bundesrat Burkhalter ist Neuseeland, mit dem die Schweiz in diesem Jahr das 50-Jahr-Jubiläum der Aufnahme diplomatischer Beziehungen feiern kann. In Auckland wird der Vorsteher des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten EDA am 25. Oktober 2013 mit Neuseelands Aussenminister Murray McCully zusammentreffen. An diesem Tag ist ausserdem ein Gespräch mit dem neuseeländischen Premierminister John Key geplant. In den letzten zehn Jahren haben sich die bilateralen Beziehungen deutlich vertieft. Mit 7000 Schweizer Staatsangehörigen besteht in Neuseeland heute eine der grössten Schweizerkolonien ausserhalb Europas. Auch politisch bestehen viele Übereinstimmungen zwischen den beiden Staaten. Etwa auf UNO-Ebene, wo die Schweiz und Neuseeland unter anderem der Stärkung der Menschenrechte und den Herausforderungen im Umwelt- und Klimabereich eine hohe Priorität einräumen. Beide Staaten betonen ausserdem die Wichtigkeit des Freihandels und engagieren sich beispielsweise stark im Bereich der erneuerbaren Energien. Die Vertiefung der bilateralen Beziehungen wird entsprechend ein zentrales Thema der politischen Gespräche in Auckland sein.

Mit Vanuatu besucht erstmals ein Schweizer Bundesrat einen pazifischen Inselstaat. Am 26. und am 27. Oktober 2013 wird Bundesrat Burkhalter in der Hauptstadt Port Vila mit Aussenminister Edward Natapei Gespräche führen. Im Vordergrund dieser Gespräche steht hier die Intensivierung der Zusammenarbeit im multilateralen Bereich. Bereits seit 2008 unterstützt die Schweiz den „Pacific Climate Change Roundtable“ und hat 2013 erstmals am „Pacific Islands Forum“ teilgenommen. Im kommenden Jahr unterstützt die Schweiz ausserdem die 3. Konferenz der „Small Island Developing States“, der wichtigsten globalen Konferenz der Inselstaaten, die nur alle zehn Jahre stattfindet. Ein Thema an allen diesen Foren sind die Folgen des Klimawandels, für deren Eindämmung sich auch die Schweiz im Rahmen ihres internationalen Engagements im Klimabereich engagiert. Bei seinen Gesprächen auf Vanuatu wird Bundesrat Didier Burkhalter auch Möglichkeiten erörtern, wie Vanuatu und die anderen pazifischen Kleinstaaten ihre Anliegen auf multilateraler Ebene besser zur Geltung bringen können und wie die Schweiz die Anliegen der Inselstaaten in Zukunft besser unterstützen kann. Bundesrat Burkhalter wird in diesem Zusammenhang ein Projekt zur Ausbildung junger Diplomatinnen und Diplomaten aus den pazifischen Inselstaaten präsentieren. Mit Genf verfügt die Schweiz zudem über ein wichtiges Zentrum der internationalen Umwelt- und Klimapolitik, in welchem zahlreiche internationale Organisationen einschliesslich Nichtregierungsorganisationen ihren Sitz haben.

Am 28. Oktober 2013 wird Bundesrat Burkhalter im australischen Canberra mit der Aussenministerin Australiens, Julie Bishop, zusammentreffen. Dabei wird es neben der Erörterung globaler Herausforderungen um Möglichkeiten der Intensivierung der bilateralen Beziehungen gehen. Heute leben gegen 30 000 Schweizer Staatsangehörige in Australien. Auch ist die Zusammenarbeit auf multilateraler wie auch auf bilateraler Ebene in vielen Bereichen sehr eng. So ist zum Beispiel die Forschungszusammenarbeit zwischen der Schweiz und Australien sehr intensiv. Ausserdem unterhält die Schweiz mit Australien seit 2012 einen regelmässigen politischen Dialog.


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Letzte Änderung 20.04.2018

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