Schweiz beteiligt sich an europäischer Datenbank für biologische Informationen

Bern, 09.10.2013 - ELIXIR ist eine europäische Infrastruktur für biologische Informationen. Diese zielt darauf ab, die weltweit umfassendsten Datenbanken zum Nutzen verschiedener Forschungsgebiete zu vernetzen. Die virtuelle Zusammenführung der Informationen soll zu Fortschritten in Medizin, Umweltwissenschaften, Biotechnologie, Landwirtschaft und Lebensmittelwissenschaften beitragen. Der Bundesrat hat an seiner heutigen Sitzung die Beteiligung der Schweiz an ELIXIR genehmigt und die Direktion des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation ermächtigt, die entsprechende Konsortialvereinbarung zu unterzeichnen.

Mit dem heutigen Entscheid hat der Bundesrat die bereits 2011 eingeleiteten Vorarbeiten zur Schweizer Beteiligung an ELIXIR in eine verbindliche Form überführt. Eine Konsortialvereinbarung regelt die Struktur von ELIXIR sowie die Aufgaben der Partnerländer und des beim Projekt federführenden Europäischen Laboratoriums für Molekularbiologie (EMBL).

Die Schweiz wird sich zum einen am sogenannten Hub von ELIXIR beteiligen. Es handelt sich dabei um die Zentrale, die am European Bioinformatics Institute in Hinxton bei Cambridge (Grossbritannien) angesiedelt ist, einer Aussenstelle des EMBL. Zum anderen ist die Schweiz für einen nationalen Knoten zuständig. Dieser wird durch das SIB Swiss Institute of Bioinformatics gewährleistet, einem Netzverbund von Schweizer Forschungsgruppen an Hochschulen. Als einer der Hauptakteure in der europäischen Bioinformatik wird das Institut eine führende Rolle spielen und sich an allen Leistungen (Daten, Computing, Training, Werkzeuge und Standards) von ELIXIR beteiligen. Auch wird das SIB sicherstellen, dass die renommierte Schweizer Protein-Datenbank UniProtKB/Swiss-Prot durch ELIXIR unterstützt wird.

Betreffend die Finanzierung der Schweizer Beteiligung an ELIXIR ist in der Botschaft über die Förderung von Bildung, Forschung und Innovation in den Jahren 2013-2016 bereits ein Beitrag von rund 800‘000 Franken eingeplant. Die Konsortialvereinbarung soll im Oktober 2013 in Kraft treten, sofern fünf Länder diese unterzeichnet haben.


Adresse für Rückfragen

Isabella Beretta, SBFI, wissenschaftliche Beraterin Internationale Forschungs- und Innovationszusammenarbeit, Tel. 031 322 84 17

Prof. Ron Appel, Direktor SIB Swiss Institute of Bioinformatics, Tel. 021 692 40 51


Herausgeber

Der Bundesrat
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Letzte Änderung 20.04.2018

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