Wasser: Eine Schweizer Priorität für die Agenda der Vereinten Nationen

Bern, 25.09.2013 - Die Schweiz organisierte am 25. September 2013 in New York – im Rahmen der 68. UNO-Generalversammlung – zusammen mit verschiedenen Partnern ein Ministertreffen, um auf die Bedeutung der Wassersicherheit hinzuweisen. Bei dieser Gelegenheit rief Bundesrat Didier Burkhalter die internationale Gemeinschaft auf, strenge Verpflichtungen im Bereich Wasserbewirtschaftung, Wasserqualität sowie Zugang zu Trinkwasser und sanitärer Grundversorgung für alle in die zukünftigen Ziele für eine nachhaltige Entwicklung für die Zeit nach 2015 aufzunehmen.

In seiner Rede forderte Bundesrat Didier Burkhalter, einer der Gastgeber des Treffens, die Schaffung einer breiten Allianz zur Unterstützung eines ehrgeizigen Ziels für den Wassersektor in der Post-2015-Entwicklungsagenda. Es soll zur Bewältigung der wasserbedingten Risiken und zu einer nachhaltigen Nutzung des Wassers beitragen, das die Grundlage für Wohlbefinden, wirtschaftliche Entwicklung und eine gesunde Umwelt bildet.

Die Veranstaltung wurde in Zusammenarbeit mit Kolumbien, den Niederlanden, dem Beirat des Generalsekretärs der Vereinten Nationen für Wasser- und Sanitärversorgung (UNSGAB) und dem Weltwasserrat durchgeführt. Über dreissig Ministerinnen und Minister sowie hochrangige Persönlichkeiten nahmen daran teil.

Die Wasserfrage zählt zu den bedeutendsten globalen Herausforderungen unserer Zeit. In einem von beispiellosen Umwälzungen geprägten weltweiten Entwicklungsumfeld ist eine gerechte und nachhaltige Bewirtschaftung der globalen Gemeingüter von zentraler Bedeutung. Die Trinkwasserressourcen gehören zu diesen lebensnotwendigen Gemeingütern, die übernutzt, verschwendet und verschmutzt werden. Findet kein Umdenken statt, droht der Menschheit eine schwere Krise.

Um im Jahr 2050 die Bedürfnisse von mehr als neun Milliarden Menschen befriedigen zu können, wird der Wasserbedarf der Landwirtschaft um 70% und der Energiebedarf um 50% steigen. Schätzungen zufolge wird über die Hälfte der Weltbevölkerung in Ländern mit Wasserknappheit leben. Bereits heute sterben Jahr für Jahr fünf Millionen Menschen – mehrheitlich Kinder – an wasserbedingten Krankheiten, die auf einen fehlenden Zugang zu Trinkwasser und sanitärer Grundversorgung sowie mangelhafte Hygiene zurückzuführen sind. 

Die Wasserkrise kann abgewendet werden. Dies bedingt allerdings, dass die Wasserproduktivität massiv gesteigert und ein gleichberechtigter Zugang aller zu Wasser gewährleistet wird, bei gleichzeitigem Schutz der Umwelt. Dies bedarf enormer Anstrengungen im Bereich der Wasserbewirtschaftung sowie einer guten Regierungsführung auf innerstaatlicher und internationaler Ebene. Die Bewältigung dieser Herausforderungen setzt die Mobilisierung des öffentlichen, privaten und universitären Sektors der Gesellschaft voraus. Zugleich bietet sich die Chance für ein Wachstum in Einklang mit dem Schutz der natürlichen Ressourcen und der Umwelt.

Die Schweiz, die seit langem eine international führende Rolle im Wasserbereich einnimmt, setzt sich dafür ein. Ihr Vorschlag für ein zukünftiges Wasserziel für die Zeit nach 2015 wird zurzeit international breit diskutiert. Ferner ist die Wasserdiplomatie ein Schwerpunkt ihres internationalen Engagements im Wasserbereich.


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