Erste Nationale Konferenz Gesundheit2020: 350 Akteure des Gesundheitswesens konkretisierten die Umsetzung der Strategie

Bern, 09.09.2013 - Rund 350 Vertreter aller wichtigen Organisationen des Gesundheitswesens und der Schweizerischen Gesundheitspolitik haben sich auf Einladung von Bundesrat Alain Berset in Bern zur ersten Nationalen Konferenz Gesundheit2020 getroffen. Sie haben die Ziele und Massnahmen der bundesrätlichen Strategie priorisiert und die zentralen Partner für die Umsetzung benannt. Die Teilnehmenden bewerteten die Massnahmen in den Bereichen Versorgung, Effizienz und Qualität als besonders wichtig. Bundesrat Berset und Carlo Conti, Präsident der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren, verpflichteten sich noch einmal, die Partner aus dem Gesundheitswesen eng in die Konkretisierung und Umsetzung der einzelnen Massnahmen einzubeziehen. Zudem hat Bundesrat Berset eine Expertengruppe eingesetzt, welche die Projekte begleiten und innovative Ideen einbringen soll.

Um die Ziele der bundesrätlichen Strategie Gesundheit2020 zu erreichen, braucht es die Unterstützung aller gesundheitspolitischen Akteure - der Kantone, der Leistungserbringer, der NGO, der Wissenschaft, der Wirtschaft sowie aller Einwohnerinnen und Einwohner der Schweiz. Um den Einbezug dieser Partner zu konkretisieren, trafen sich heute auf Einladung von Bundesrat Alain Berset Vertreterinnen und Vertreter von Organisationen des Gesundheitswesens, Gesundheitspolitikerinnen und -politiker sowie die kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren zur ersten Nationalen Konferenz Gesundheit2020. Unter den Teilnehmenden waren die Verbände der Ärztinnen und Ärzte, der Pflegenden, der Patientinnen und Patienten, der Apothekerinnen und Apotheker, der Spitäler, der Krankenversicherer und der Pharmaindustrie, aber auch Expertinnen und Experten sowie Exponentinnen und Exponenten von NGOs.

Die Ziele von Gesundheit2020 sind breit akzeptiert

Die Vertreter wichtiger Organisationen wie FMH, Pharmasuisse, Santésuisse, der Stiftung Patienschutz, des Pflegefachverbandes oder der Akademie der medizinischen Wissenschaften nahmen Stellung zur Strategie des Bundesrates. Die meisten von ihnen stimmten den Zielen von Gesundheit2020 grundsätzlich zu und stellten eine aktive Teilnahme an der Umsetzung in Aussicht. Bei einzelnen Teilen regten sie eine Überarbeitung, Ergänzung und vor allem eine weitere Konkretisierung der einzelnen Massnahmen an.

Im Vordergrund stehen Massnahmen zu Versorgung, Effizienz und Qualität

Die Teilnehmenden diskutierten in kleinen Gruppen darüber, welche Ziele und Massnahmen sie als besonders wichtig erachten. Im Vordergrund standen bei einer Mehrheit zeitgemässe Versorgungsangebote (Langzeitpflege, integrierte Versorgung, Versorungsforschung) sowie Effizienzsteigerug und Qualitätsmassnahmen. Zudem fanden die Teilnehmenden, dass hierbei besonders dem Bund und den Kantonen bei der Umsetzung eine zentrale Rolle zukommt, aber auch den Leistungserbringern sowie weiteren Akteuren im Gesundheitsbereich.

Einbezug der Partner ist entscheidend für Gesundheit2020

Alle Anwesenden waren sich einig, dass der Einbezug der Partner entscheidend ist für eine erfolgreiche Umsetzung der Strategie Gesundheit2020. Bundesrat Alain Berset und Carlo Conti, verpflichteten sich explizit, die aktive Partizipation bei allen wichtigen Schritten zu gewährleisten. Sie erinnerten daran, dass die Umsetzung der Strategie nicht nur viel Arbeit bedeute, sondern auch eine grosse Chance sei, ein leistungsfähiges Gesundheitswesen für die nachfolgenden Generationen aufzubauen. Das Ziel sei, so Berset, dass auch unsere Kinder später in der Gewissheit leben könnten, überall in diesem Land schnell und in hoher Qualität behandelt zu werden, wenn sie ernsthaft erkranken oder einen Unfall haben.

Unabhängige Expertengruppe eingesetzt

Die Nationale Konferenz Gesundheit2020 soll künftig regelmässig stattfinden. Die Akteure des Gesundheitswesens können sich so regelmässig über die Fortschritte in der Umsetzung von Gesundheit2020 austauschen und aktuelle Fragen direkt miteinander diskutieren. Zudem hat Bundesrat Alain Berset eine siebenköpfige Gruppe von Gesundheitsexperten eingesetzt, welche die einzelnen Projekte kritisch und unabhängig prüft, aber auch neue Ideen und Vorschläge einbringt. Sie soll garantieren, dass die Strategie Gesundheit2020 auf eine innovative Weise umgesetzt wird. Zu dieser Gruppe gehören die Gesundheitsökonomen Luca Crivelli und Willy Oggier, die Ärztin und Ethikerin Samia Hurst, die Politikwissenschaftlerin Ilona Kickbusch, der Jurist Markus Moser, der Arzt Peter Suter sowie der Jurist und Arzt Thomas Zeltner.

Der Mensch steht im Zentrum von Gesundheit2020

Am 23. Januar 2013 hat der Bundesrat die Gesamtstrategie Gesundheit2020 verabschiedet. Mit 36 Massnahmen in allen Bereichen der Gesundheitsversorgung soll die Lebensqualität gesichert, die Chancengleichheit gestärkt, die Versorgungsqualität erhöht und die Transparenz verbessert werden. Mit dem Ziel, das Schweizerische Gesundheitswesen optimal auf die kommenden Herausforderungen auszurichten und gleichzeitig bezahlbar zu halten. Im Zentrum all dieser Massnahmen stehen die Menschen und ihr Wohlbefinden. Das Gesundheitssystem soll um sie und ihre Bedürfnisse herum weiter entwickelt werden und bezahlbar bleiben.

 


Adresse für Rückfragen

Informationsdienst EDI, Nicole Lamon, Telefon 031 322 80 16 oder nicole.lamon@gs-edi.admin.ch


Herausgeber

Eidgenössisches Departement des Innern
http://www.edi.admin.ch

Bundesamt für Gesundheit
http://www.bag.admin.ch

Letzte Änderung 20.04.2018

Zum Seitenanfang

https://www.admin.ch/content/gov/de/start/dokumentation/medienmitteilungen.msg-id-50191.html