Bundesrat Schneider-Ammann empfängt den Generaldirektor der Europäischen Weltraumagentur ESA

Bern, 26.04.2013 - Bundesrat Johann N. Schneider-Ammann hat heute den Generaldirektor der Europäischen Weltraumagentur ESA, Jean-Jacques Dordain, zu einem Gespräch über die künftige Zusammenarbeit der Schweiz mit der ESA getroffen. Der Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) betonte dabei, wie wichtig diese Zusammenarbeit für die Schweiz ist und dass sie auch in Zukunft daran festhalten will. Bundesrat Schneider-Ammann und der ESA-Generaldirektor besuchten ausserdem ein in der Raumfahrt tätiges Waadtländer Unternehmen und das Observatorium für Astrophysik der Universität Genf.

Während des in Aigle im Kanton Waadt geführten Gesprächs betonte Bundesrat Schneider-Ammann die grosse Bedeutung einer aktiven Zusammenarbeit mit der ESA für die Schweiz und lobte die ausgezeichnete Kooperation zwischen der ESA und dem Swiss Space Office. Besonders hob er hervor, dass die Schweiz bei der Entwicklung und Nutzung von Trägerraketen (Ariane) auch in Zukunft eine relevante Rolle spielen und die Position der Schweizer Akteure festigen möchte, indem sie ihre Dienstleistungen und ihr Knowhow in den Schwerpunktbereichen der Weltraumagentur zur Verfügung stellt. Darüber hinaus interessierte sich der WBF-Vorsteher dafür, wie die ESA zur Förderung und Intensivierung der weltraumbezogenen Tätigkeiten auf Schweizer Boden beitragen könnte. 

Nach dem Gespräch besuchten Bundesrat Schneider-Ammann und ESA-Generaldirektor Dordain die APCO Technologies mit Sitz in Aigle. Das Unternehmen ist seit 1992 im Bereich Raumfahrttechnologie tätig und stellt vor allem mechanische Bodenausrüstung für Trägerraketen und Satelliten sowie wissenschaftliche Geräte her. Seit einiger Zeit produziert es auch Flugstrukturen für die ESA und den Handel. APCO Technologies wurde unter den zahlreichen im Bereich Raumfahrttechnologie tätigen Unternehmen für diesen Besuch ausgewählt, weil es ein gutes Beispiel für den positiven Nutzen der Schweizer Beteiligung an den ESA-Aktivitäten darstellt.

Ausserdem besichtigten Bundesrat Schneider-Amman und ESA-Generaldirektor Dordain das Observatorium der Universität Genf, das für die Entdeckung des ersten Exoplaneten (Planet ausserhalb unseres Sonnensystems) im Jahr 1995 bekannt ist. Dieses erstklassige Hochschulinstitut arbeitet bereits seit den Anfängen der europäischen Raumfahrt mit der ESA zusammen. Noch heute liefert es Instrumente für ESA-Missionen und für die Auswertung wissenschaftlicher Daten. So wird das Institut voraussichtlich auch in der ersten von der Schweiz (bzw. der Universität Bern) geleiteten ESA-Mission namens CHEOPS eine wichtige Rolle übernehmen. Ziel dieser Mission ist die Erforschung der Exoplaneten.

Die Schweiz ist eines der 10 Gründungsmitglieder der seit 1975 bestehenden ESA, der heute insgesamt 20 Staaten angehören. Die Programme der ESA sind innovationsfördernd und wirken sich somit positiv auf Wachstum und Beschäftigung aus. Gemäss einer Studie der OECD1 generiert jeder investierte Euro einen gesamtwirtschaftlichen Nutzen von fünf Euro – ohne Berücksichtigung der indirekten Auswirkungen. Rund 85 Prozent des Gesamtbudgets der ESA, das sich auf etwa 4,8 Milliarden Franken beläuft, kommen über Ausschreibungen den Unternehmen und Forschungsinstituten der Mitgliedsstaaten zugute, was den Wettbewerb in diesem Bereich zusätzlich ankurbelt.  

[1] OECD (2011), The Space Economy at a Glance 2011, OECD Publishing, S. 77 ff.


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Erik Reumann,
Pressesprecher WBF,
Tel. 079 303 81 53


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Letzte Änderung 20.04.2018

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