Der Bundesrat verlängert das Nationale Programm Migration und Gesundheit

Bern, 10.04.2013 - Das Nationale Programm Migration und Gesundheit 2008-2013 wurde lanciert, um die Gesundheit der Migrantinnen und Migranten in der Schweiz zu verbessern und das Gesundheitssystem ihren spezifischen Bedürfnissen entsprechend auszugestalten. Um die erfolgreiche Arbeit weiter zu führen und nachhaltig zu verankern, hat der Bundesrat das Programm bis Ende 2017 verlängert.

Zu den gesundheitspolitischen Prioritäten Gesundheit2020, die der Bundesrat im Januar  verabschiedet hat, gehört die Verbesserung der Gesundheitschancen von besonders verletzlichen Gruppen. Das Programm Migration und Gesundheit richtet sich hauptsächlich an Migrantinnen und Migranten mit niedrigem sozialem Status und geringer Gesundheitskompetenz. Sie haben häufiger gesundheitliche Probleme und grössere Verständigungsschwierigkeiten im Kontakt mit Gesundheitsinstitutionen, ein schlechter Gesundheitszustand erschwert zudem den Integrationsprozess. Das Programm hilft mit, den Gesundheitszustand und das Gesundheitsverhalten der Migrationsbevölkerung zu verbessern, und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur nationalen Integrationspolitik.

In den vier Handlungsfeldern  „Gesundheitsförderung und Prävention“, „Gesundheitsversorgung und Bildung“, „interkulturelles Übersetzen“ sowie „Forschung“ konnten in den letzten Jahren bereits zahlreiche Projekte verwirklicht werden:

  • www.migesplus.ch: Die Plattform für Gesundheitsinformationen ermöglicht den einfachen Zugang zu Publikationen von 130 Institutionen in insgesamt 30 Sprachen.
  • Interkulturelles Übersetzen: Das Gesundheitspersonal wird bei Verständigungsschwierigkeiten mit fremdsprachigen Patientinnen oder Patienten durch bisher 770 zertifizierte Dolmetschende in 60 Sprachen unterstützt. Der nationale Telefondolmetschdienst nimmt an allen Wochentagen rund um die Uhr Anrufe aus der ganzen Schweiz entgegen und vermittelt geeignete Dolmetschende.
  • Migrant Friendly Hospitals: Das Netzwerk unterstützt bereits 8 Spitäler (davon 4 Universitätsspitäler) , sich besser auf die Bedürfnisse von Migrantinnen und Migranten auszurichten.

Bis 2017 soll das Programm zudem mit den kantonalen Integrationsplänen in Einklang gebracht werden. Zu diesem Zweck erfolgt die Umsetzung des Programms Migration und Gesundheit in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Migration, den Kantonen, dem Schweizerischen Roten Kreuz und weiteren Nichtregierungsorganisationen.
Die Zwischenevaluation im Sommer 2012 bestätigt, dass die Schwerpunkte des Nationalen Programms Migration und Gesundheit richtig gesetzt und weiterhin notwendig sind. Mit der Verlängerung des Programms stellt der Bundesrat die nachhaltige Verankerung seiner Bemühungen zur Verbesserung der Gesundheit der Migrationsbevölkerung sicher.


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Letzte Änderung 20.04.2018

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