Zahl der geleisteten Militärdiensttage im Jahr 2012 leicht gestiegen

Bern, 28.03.2013 - Die Schweizer Armee hat im Jahr 2012 leicht mehr Diensttage geleistet als im Vorjahr. Mit 6,3 Millionen Diensttagen und durchschnittlichen Kosten pro Diensttag von 33,84 Franken liegt sie dennoch in der Bandbreite der letzten zehn Jahre. 246'614 Diensttage entfielen dabei auf Einsätze der Armee.

Im vergangenen Jahr wurden in der Schweizer Armee 6'310'654 Diensttage geleistet. Das sind rund 73'000 Diensttage (1,2 Prozent) mehr als im Vorjahr. Pro Tag standen dabei durchschnittlich 17'300 Armeeangehörige im Dienst. Die durchschnittliche Dienstdauer von 12 Tagen in den Fortbildungsdiensten der Truppe (WK) blieb konstant. Armeeangehörige kosten im Durchschnitt 33,84 Franken pro Tag. Darin enthalten sind unter anderem Sold, Unterkunft, Verpflegung und Transporte.

Einsatzbilanz stabil
Für Einsätze der Armee wurden letztes Jahr 246'614 Diensttage geleistet. Das sind 3,5 Prozent weniger als im Vorjahr (255'386). Dieser leichte Rückgang ist zum einen auf die Leistungsreduktion bei der Unterstützung für das Grenzwachtkorps ("LITHOS") zurückzuführen; dieser Einsatz wurde per Ende 2012 abgeschlossen, und zum anderen auf die Tatsache, dass es vergangenes Jahr zu keinen grösseren Naturkatastrophen gekommen ist. Pro Tag standen durchschnittlich 676 Soldatinnen und Soldaten (Vorjahr: 700) im Einsatz, davon 394 im Inland (58%) und 282 im Ausland (42%).

Mehr Diensttage für die Friedensförderung
Wiederum wurden rund die Hälfte aller Einsatz-Diensttage bei subsidiären Sicherungseinsätzen zugunsten der zivilen Behörden erbracht (121‘674). Zugenommen hat im letzten Jahr das Engagement bei der militärischen Friedens­förderung im Ausland auf 102‘769 Einsatztage (Vorjahr 96‘656). Der Grund für diese Zunahme ist die temporäre Aufstockung des SWISSCOY Kontingentes im Kosovo. Dabei wurden zusätzlich 40 Personen zur Verlegung der SWISSCOY, sowie für den Abbau und die Schliessung des Camps Casablanca eingesetzt. 22'117 Diensttage wurden im Bereich der Unterstützungseinsätze geleistet.

Viele Einsätze zugunsten Luftaufklärung
Nicht eingerechnet sind in dieser Einsatzbilanz die Diensttage der Luftwaffe zugunsten des Grenzwachtkorps (GWK), der Polizei, der Rettungsflugwacht, des Schweizerischen Alpenclubs und des Lufttransportdienstes des Bundes.
Die Luftwaffe hat im Bereich Luftaufklärung unter anderem mit der Drohne ADS 95 und dem FLIR-Superpuma an die 400 Einsätze geflogen, ein Viertel davon für die Polizei und das Grenzwachtkorps sowie 33 Einsätze zur Personensuche. In der Sparte Lufttransporte leistete die Luftwaffe im Jahr 2012 gegen 1200 Flugstunden für Dritte (Grenzwachtkorps, Polizei, Rega und Schweizerischer Alpenclub). Im Rahmen des Luftpolizeidienstes wurden 10 (Vorjahr: 14) «Hot Missions» (Interventionen) geflogen, 6 davon während des WEF 2012. Zudem wurden 207 (Vorjahr: 350) «Live Missions» (Kontrolle von Staatsluft­fahrzeugen) durchgeführt.

Mehrkosten wegen Harmonisierung der Soldzulage und Transportpauschale
Die Militärdienstleistungen 2012 kosteten 213,6 Mio. Franken (2011: 209,3 Mio. Franken). Den Truppenkredit belastet haben die Harmonisierung der Soldzulage (+ 5,8 Mio. Franken bzw. + 92 Rappen pro Diensttag) und die Erhöhung der Transportpauschale für die Reisen mit dem Marschbefehl (45,8 Mio. Franken / + 1,7 Mio. Franken bzw. + 19 Rappen pro Diensttag). Ein durchschnittlicher Diensttag führte zu Ausgaben von 33,84 Franken, was gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg von 29 Rappen bedeutet. Im Jahr 2012 wurden 61,3 Mio. Franken als Sold für geleistete Diensttage ausbezahlt. Von den 60,2 Mio. Franken, welche im vergangenen Jahr für die Verpflegung aufgewendet wurden, fliessen 51,3 Mio. Franken für Grundnahrungsmittel ins lokale Gewerbe.


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Walter Frik
Stv Armeesprecher
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Letzte Änderung 20.04.2018

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