Zoll 2012: gegen organisierten Schmuggel grenzüberschreitende Kriminalität und illegale Migration

Bern, 05.02.2013 - Die grenzüberschreitende Kriminalität, die illegale Migration und der organisierte Schmuggel haben die Eidg. Zollverwaltung (EZV) auch im vergangenen Jahr gefordert – in einigen Bereichen besonders. So hat das Grenzwachtkorps (GWK) 2012 deutlich mehr Personen mit rechtswidrigem Aufenthalt angehalten und mehr gefälschte Dokumente sichergestellt. Ein Spitzenwert ist bei den Einnahmen zu verbuchen: Mit 23,77 Milliarden Franken ist so viel Geld wie noch nie über die Zollverwaltung in die Bundeskasse geflossen.

Die diesjährige Medienkonferenz der Eidgenössischen Zollverwaltung stand im Zeichen der „Schmuggelbekämpfung". Selbst wenn die Zahl der Schmuggelfälle im Reiseverkehr auf dem Niveau der Vorjahre geblieben ist, nahm Oberzolldirektor Rudolf Dietrich eines vorweg: „Wenn wir von der Bekämpfung des Schmuggels reden, dann meinen wir damit den gross angelegten, gewerbsmässig organisierten Schmuggel". Bei Lebensmitteln gehe es dabei um Schmuggelfälle mit Mengen von mehr als 200 Kilogramm. Im vergangenen Jahr hat die Zollfahndung in rund 7200 solchen Fällen ermittelt - dabei wurden 1100 Tonnen geschmuggelte Lebensmittel nachgewiesen. Am meisten geschmuggelt wurden Früchte und Gemüse. Beim Zigarettenschmuggel verzeichnete der Zoll einen Zuwachs von 39 % - in den meisten Fällen haben Privatpersonen versucht, kleinere Mengen Zigaretten in die Schweiz zu schmuggeln.

Mehr Waffen, gefälschte Dokumente, Bodypacker und ausgeschriebene Personen

Geschmuggelt werden aber nicht nur Lebensmittel oder Zigaretten, sondern auch Waffen, Drogen oder gefälschte Dokumente. Das Grenzwachtkorps hat 2012 nicht nur mehr gefälschte oder missbräuchlich verwendete Dokumente sichergestellt (2012 waren es 1980 Dokumente, 2011: 1682), sondern auch mehr verbotene Waffen (2012: 1931 und 2011: 1308). Bei den Betäubungsmitteln hat die EZV 34 kg Heroin (20), 124 kg Kokain (132) und bei Haschisch und Marihuana 140 kg (410) sichergestellt. Besorgniserregend ist, dass Mitarbeitende der EZV 2012 viel mehr Bodypacker angehalten haben. Von den insgesamt 192 Drogenkurieren waren 105 Bodypacker - das entspricht einer Zunahme von rund 40 %.

Grenzwächterinnen und Grenzwächter haben gegenüber 2011 (über 10 000) auch mehr Personen festgenommen - nämlich über 13 000. Davon waren 3849 zur Verhaftung und über 100 Personen zur Auslieferung ausgeschrieben.

Verdoppelung von rechtswidrigen Aufenthalten

Zugenommen haben auch die Feststellungen von rechtswidrigen Aufenthalten - nämlich um fast das Doppelte. Im vergangenen Jahr hat das GWK 10 965 Personen angehalten, die rechtwidrig eingereist sind bzw. sich illegal in der Schweiz oder im Schengenraum aufgehalten haben (2011: 5614). Ebenfalls gestiegen ist die Anzahl der Einreiseverweigerungen und Rückübergaben an die ausländischen Behörden - von 2363 im Jahr 2011 auf 3296.

Mit 23,77 Mia. Franken verbucht die EZV zudem einen neuen Einnahmerekord. Dies entspricht über einem Drittel der Gesamteinnahmen des Bundes.

-> Alle Zahlen und weitere Themen finden Sie im „Rohstoff EZV".

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Letzte Änderung 20.04.2018

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