150 Jahre Schweizer Blasmusikverband

Aarau, 01.09.2012 - Rede von Bundesrat Alain Berset anlässlich des 150-Jahr-Jubiläums des Schweizer Blasmusikverbandes - Es gilt das gesprochene Wort.

Im Jahr 1998 feierte die Schweiz das 150-jährige Bestehen des Bundesstaates. Heute, nur 14 Jahre später, feiern wir das 150-jährige Bestehen des Schweizer Blasmusikverbands. Und das ist kein Zufall. Der Blasmusikverband ist wie ein Band, das sich durch unsere Geschichte zieht. Ein Band, das die Schweiz seit Jahrzehnten verbindet. Hier sind Menschen miteinander verbunden, die zwar verschiedene Sprachen sprechen und verschiedene Lebensformen pflegen, die aber - musikalisch vereint - einstimmig auftreten.

Die Schweizer Blasmusikvereine haben sich im gleichen Rhythmus entwickelt, wie sich die Strukturen unseres Bundesstaates gefestigt haben. Sie haben unser Land auf dem Weg begleitet, den es bis heute gegangen ist. Die Musikvereine haben die Menschen in diesem Land immer wieder zu Anlässen eingeladen und zusammengebracht. Und sie tun dies auch heute, an diesem offiziellen Festakt, der uns aus allen Gegenden des Landes nach Aarau gebracht hat.

Unzählige junge Menschen in der Schweiz haben dank den Blasmusikvereinen Freude an der Musik bekommen und ein Instrument spielen gelernt. Die Musikgesellschaften übernehmen einen ganz grossen Teil der Jugendmusikförderung in der Schweiz. Dazu kommen das nationalen Jugendblasorchester und die Nationale Jugend Brass Band, die besonders talentierten Musikerinnen und Musikern aus der ganzen Schweiz jedes Jahr eine hochstehende Ausbildung anbieten.

Unsere Musikvereine sind eine feste Grösse in unserem lokalen und in unserem nationalen Leben. 520 Vereine haben letztes Jahr beispielsweise am eidgenössischen Musikfest in St. Gallen teilgenommen. Braucht es weitere Beweise, um unsere Begeisterung für die Musik zu belegen?

In der Schweiz sind mehr als 600'000 Personen Mitglied eines Musikvereins. 20 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer spielen ein Instrument. Seit allen Zeiten vereinigt die Musik die Menschen. Die zahlreichen hier versammelten Gäste sind ein lebendiges Zeugnis, wie sehr man bei uns die Musik liebt. Unabhängig davon, ob man selber ein Instrument spielt oder nicht, Musik bringt die Menschen zusammen, Musik vereint.

Der Bund ist sich der wichtigen Rolle der Musik für das gesellschaftliche Leben bewusst. Er unterstützt deshalb dieses Jahr die Musikverbände beträchtlich stärker. Damit bringt der Bund seine hohe Wertschätzung für das musikalische Engagement der Musikverbände Ausdruck.

Aber wir wollen noch mehr tun für die Musik. Am 23. September stimmen wir über einen „musikalischen Verfassungsartikel" ab. Oder besser gesagt: Über die musikalische Bildung unserer Kinder. Drei Ziele verfolgen der Bundesrat und die Kantone damit:

Heute haben bei uns nicht alle Kinder und Jugendlichen die gleichen Möglichkeiten, ein Instrument zu lernen oder Gesangsunterricht zu nehmen. In gewissen Kantonen sind die Kosten für eine normale Familie dafür zu hoch. Wir wollen, dass alle Kinder Musikstunden nehmen können - sei dies Klavier, Gesang oder Trompete. Ziel ist, dass alle Kinder ähnliche Chance haben.

Und wir wollen die Unterstützung derjenigen Kinder fördern, die besonders begabt sind. Die Schweiz verfügt über kein überzeugendes Konzept, um besonders begabte Jugendliche zu fördern. Einige Kantone sind sehr aktiv, andere weniger. Stellen Sie sich vor: Wir haben Musikkonservatorien von internationalem Ruf, aber die jungen Schweizerinnen und Schweizer haben Mühe, darin aufgenommen zu werden. Weshalb? Weil man die Talente nicht früh genug erkennt, die es zu fördern gilt.

Finalement, nous voulons une certaine entente sur la manière d'enseigner la musique à l'école. La Confédération et les cantons veulent fixer certains objectifs communs. Nous ne voulons pas dicter la manière d'enseigner, ni quelle devra être la formation des enseignants. Mais si nous voulons enseigner la musique à nos enfants, alors nous devons le faire bien.

Prenons un exemple concret. Aujourd'hui, les familles sont plus mobiles qu'avant. Elles déménagent souvent, et pour les enfants c'est toujours un grand changement. En mathématiques, en langues, en sciences, un enfant qui arrive dans une nouvelle école dans un autre canton poursuit le même programme. Pas en musique, car là le programme est très différent d'un canton à l'autre. Nous voulons faire en sorte que nos enfants profitent vraiment de l'enseignement de la musique. Et pour cela, les cantons et la Confédération veulent, ensemble, réfléchir à améliorer l'état actuel des choses.

L'Arrêté fédéral que nous défendons est un contre-projet à l'initiative Jeunesse et musique. Les auteurs de l'initiative l'ont retirée au profit de ce contre-projet, qui les a convaincus.

Les auteurs de l'initiative Jeunesse et musique ont créé une « Communauté d'intérêt Initiative Jeunesse et musique », qui organise aujourd'hui dans toute la Suisse des concerts pour promouvoir l'inscription de la musique dans la Constitution. Avec 19 associations dans sa coprésidence, la Communauté d'intérêt représente toute la scène musicale de notre pays : les milieux de la formation, les musiciens professionnels et les orchestres, les associations d'amateurs, les associations chorales ou les yoddleurs : toute la musique suisse y est.

Dietro questa iniziativa c'era e c'è la convinzione che la musica crea legami e rafforza la coesione nazionale. La musica è capace di suscitare un senso di appartenenza, e questo mi sembra una cosa molto importante.

Nel nostro Paese, così caratterizzato dalla pluralità, la musica ci lega e ci unisce gli uni agli altri - senza bisogno di parlare la stessa lingua e addirittura senza bisogno di parlarci. «La musica esprime ciò che non può essere detto e su cui è impossibile rimanere in silenzio» diceva lo scrittore francese Victor Hugo. La musica esprime l'ineffabile legame che ci unisce. È per questa ragione che il Consiglio federale, i Cantoni e tutti gli ambienti musicali della Svizzera sostengono l'iniziativa.

Vi auguro un bellissimo pomeriggio e ora... spazio alla musica!


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Letzte Änderung 20.04.2018

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