Europäische Impfwoche: Schweiz richtet Fokus auf Masern

Bern, 20.04.2012 - Die Schweiz nimmt vom 21. bis 27. April zum vierten Mal an der Europäischen Impfwoche teil. Dabei konzentriert sie sich auf die Eliminierung der Masern. Initiant der Impfwoche ist das Regionalbüro Europa der Weltgesundheitsorganisation WHO. Mit der gemeinsamen Sensibilisierung der Bevölkerung in Europa soll die Akzeptanz von Impfungen in allen Ländern erhöht werden.

Mit einer Broschüre, die in Arztpraxen, Apotheken, Spitälern, Krippen und Schulen aufgelegt wird, macht das Bundesamt für Gesundheit BAG auf die Masernproblematik aufmerksam. Sie kann beim Bundesamt für Logistik BBL unter der Artikelnummer 311.289 kostenlos bezogen werden. Zusätzliche Informationen finden sich auf der Internetseite www.sichimpfen.ch.

Die Schweiz wählte die Masernimpfung in diesem Jahr als Thema weil Masern eine hochansteckende Krankheit sind und hier die Impfrate in der Bevölkerung ungenügend ist. Gemäss der Nationalen Strategie zur Masernelimination 2011 - 2015 sollen die Masern in der Schweiz bis 2015 eliminiert sein. Das Ziel ist erreicht wenn 95 Prozent der Bevölkerung dagegen immun sind. Immunität entsteht, wenn man sich impfen lässt. Wer die Masern bereits gehabt hat, ist auch immun.
Für einen ausreichenden lebenslänglichen Impfschutz braucht es pro Person zwei Impfdosen. Im Jahr 2010 waren 82 Prozent der Kinder unter zwei  Jahren zweimal geimpft; weitere 10 Prozent nur einmal und damit waren sie nur ungenügend geschützt.

Sich selbst impfen zu lassen, ist auch ein Akt der Solidarität. Man schützt damit nicht nur sich selbst, sondern auch jene, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können oder deren Impfschutz nicht ausreichend ist. Dies betrifft vor allem Kinder unter 12 Monaten, Schwangere sowie Menschen mit Immunschwäche. Zudem lässt sich mit einer Impfung vermeiden, dass die Masern in Länder exportiert werden, in denen sie bereits eliminiert sind.

In der Schweiz gab es von 2006 bis 2009 4400 gemeldete Fälle von Masern. 7% davon wurden hospitalisiert. Es gab einen Todesfall. Im Jahr 2011 gab es 679 Fälle; 10% wurden hospitalisiert. Hinzu kamen Komplikationen: 4% erkrankten zusätzlich an Lungenentzündung und es gab einen Fall von Hirnentzündung.


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BAG, Sektion Kommunikation, Telefon 031 322 95 05 oder media@bag.admin.ch



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Letzte Änderung 20.04.2018

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