Die Lage auf dem Arbeitsmarkt im Dezember 2011 / Jahresdurchschnitte 2011

Bern, 09.01.2012 - Arbeitslosigkeit im Dezember 2011. Gemäss den Erhebungen des Staatssekretariats für Wirtschaft SECO waren Ende Dezember 2011 130’662 Arbeitslose bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) eingeschrieben, 9’553 mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote stieg damit von 3,1% im November 2011 auf 3,3% im Berichtsmonat. Gegenüber dem Vorjahresmonat verringerte sich die Arbeitslosigkeit um 17’974 Personen (-12,1%).

Jugendarbeitslosigkeit im Dezember 2011
Die Jugendarbeitslosigkeit (15- bis 24-Jährige) erhöhte sich um 773 Personen (+4,3%) auf 18’858. Im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht dies einem Rückgang um 3’469 Personen (-15,5%).

Stellensuchende im Dezember 2011
Insgesamt wurden 185’706 Stellensuchende registriert, 8’025 mehr als im Vormonat. Gegenüber der Vorjahresperiode sank diese Zahl damit um 26’003 Personen (-12,3%).

Gemeldete offene Stellen im Dezember 2011
Die Zahl der bei den RAV gemeldeten offenen Stellen verringerte sich um 2’361 auf 15’034 Stellen.

Abgerechnete Kurzarbeit im Oktober 2011
Im Oktober 2011 waren 5’112 Personen von Kurzarbeit betroffen, 1’131 Personen mehr (+28,4%) als im Vormonat. Die Anzahl der betroffenen Betriebe erhöhte sich um 66 Einheiten (+16,8%) auf 459. Die ausgefallenen Arbeitsstunden nahmen um 66’280 (+34,4%) auf 259’203 Stunden zu. In der entsprechenden Vorjahresperiode (Oktober 2010) waren 444’167 Ausfallstunden registriert worden, welche sich auf 8’144 Personen in 1’054 Betrieben verteilt hatten.

Aussteuerungen im Oktober 2011
Gemäss vorläufigen Angaben der Arbeitslosenversicherungskassen belief sich die Zahl der Personen, welche ihr Recht auf Arbeitslosenentschädigung im Verlauf des Monats Oktober 2011 ausgeschöpft hatten, auf 2’342 Personen.

Rückblick: Arbeitslosigkeit im Jahr 2011 / Jahresdurchschnitte 2011
Der schweizerische Arbeitsmarkt hat sich trotz weltwirtschaftlicher Abschwächung und hohem Frankenkurs über den grössten Teil des Jahres erfreulich gut gehalten. In den letzten Monaten haben sich nun aber die Anzeichen für ein Ende der positiven Entwicklung verstärkt.
Zwischen Januar und Juli hat sich die Arbeitslosigkeit in der Schweiz von 148’784 auf 109’200 Personen zurückgebildet. Dies entspricht einem Rückgang um annähernd 40’000 Personen. Dem Rückgang in der ersten Jahreshälfte steht eine Zunahme um rund 20’000 Personen in der zweiten Jahreshälfte gegenüber. Nach einem moderaten Anstieg im Oktober haben sich die Arbeitslosenzahlen insbesondere im November (+5’931 Personen) und Dezember (+9’553 Personen) und vorwiegend aus saisonalen Gründen wieder deutlich aufgebaut. Per Ende 2011 ergibt sich damit ein Stand von 130’662 arbeitslosen Personen.
 
Mit einem Bestand von 122’892 Personen liegt die durchschnittliche Arbeitslosenzahl im Berichtsjahr allerdings noch immer um rund 29’000 Personen tiefer als im Jahr 2010. Als Ergebnis dieser Entwicklung resultiert für das Jahr 2011 im Jahresmittel eine Arbeitslosenquote von 3,1%, dies ist ein markanter Rückgang um 0,8 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahreswert von 3,9%. Damit markiert der Wert des Jahres 2011 das drittbeste Resultat der letzten 9 Jahre.

Im Gleichschritt mit den Arbeitslosenzahlen verlief auch die Entwicklung bei den Stellensuchenden (Summe von registrierten arbeitslosen und nichtarbeitslosen Stellensuchenden): Deren Zahl erreichte im Januar 210’916 Personen. Bis Ende Juli baute sie sich um rund 48’400 auf 162’530 Personen ab. Im Oktober und verstärkt im November und Dezember erhöhte sie sich saisonbedingt wieder auf 185’706 Personen. Im Jahresdurchschnitt resultiert daraus eine Zahl von 179’693 Personen. Das sind rund 36’000 Personen ( 16,6%) weniger als noch im Vorjahr.

Das Rechnungsjahr 2011 wird der Ausgleichsfonds der Arbeitslosenversicherung gemäss aktuellen Schätzungen bei Prämieneinnahmen von 6,07 Mrd. Franken (2010: 5,20 Mrd.) und einem Gesamtertrag von 7,12 Mrd. Franken (2010: 5,72 Mrd.) sowie einem Gesamtaufwand von 5,55 Mrd. Franken (2010: 7,42 Mrd.) mit einem Ertragsüberschuss von 1,57 Mrd. Franken (2010: Aufwandüberschuss 1,70 Mrd.) abschliessen. Die kumulierten Bundestresoreriedarlehen belaufen sich auf 6,0 Mrd. Franken (2010: 7,4 Mrd.).
Im Gesamtertrag enthalten sind 0,5 Mrd. Franken, die der Ausgleichsfonds der Arbeitslosenversicherung im Rahmen des Massnahmenpakets für die Finanzierung zukünftiger Massnahmen zur Abfederung der Frankenstärke erhalten hat.


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