Kindern zuhören!

Bern, 03.11.2011 - Kindern eine Stimme geben, ihnen zuhören und ihre Meinung berücksichtigen – darum geht es in Artikel 12 der Kinderrechtskonvention (KRK): Wie sieht nun die Umsetzung dieses Anspruchs in der Praxis aus. Und vor allem: Wie kann sie verbessert werden? Dazu publiziert die Eidgenössische Kommission für Kinder- und Jugendfragen (EKKJ) den Bericht „Kindern zuhören“ und stellt ihn im Rahmen einer Pressekonferenz den Medien vor.

Pressekonferenz:

Donnerstag, 17. November 2011, 10 Uhr, Medienzentrum Bundeshaus, Bundesgasse 8-12, Bern

 „Kinderrechte sind das, was Kinder brauchen, damit es ihnen gut geht .“       (Zitat 8-jähriges Kind) 

Sehr geehrte Medienschaffende 

Kinder sollen mitreden können, wenn es um ihr Leben geht. Vereinfacht ausgedrückt, ist dies das Hauptanliegen der neuesten Publikation der EKKJ. Doch so einfach ist es gar nicht. Damit Kinder mitreden können, muss ihnen zugehört werden. Sei dies bei der Scheidung ihrer Eltern, bei einer Heimeinweisung, bei einem Schulausschluss oder auch bei der Gestaltung des öffentlichen Raums in ihrem Quartier oder Gemeinde. Dazu braucht es vor allem eines: Erwachsene (und damit sind nicht nur Eltern gemeint!), sowie Verantwortliche bei den Gerichten, Ämtern, Behörden, Schulen und Gemeinden die entsprechende Voraussetzungen schaffen, damit dies noch mehr der Fall ist, als bis anhin.  Dazu braucht es vermehrt eine „Kultur der Beteiligung“ in unserer Gesellschaft, wozu wir alle beitragen können. Genauso wichtig sind entsprechende gesetzliche Grundlagen und geschulte Fachpersonen in den Institutionen, die das Recht auf Gehör konkret umsetzen. Aber es braucht auch informierte Eltern, damit sie ihre Kinder unterstützen können – und nicht zuletzt sollten die Kinder und Jugendlichen darüber informiert werden. Die Publikation „Kindern zuhören“ baut auf den Resultaten der „Bieler Tagung 2010“ auf, an der 180 Teilnehmende sich mit dem Thema beschäftigt und zahlreiche Vorschläge erarbeitet haben. Nebst Expertenbeiträgen aus den Bereichen Recht, Psychologie und Politik, werden die Ergebnisse der Gruppendiskussionen sowie die Meinungen zu dem Thema von Kindern und Jugendlichen vorgestellt. Abgeschlossen wird der Bericht durch die Kernforderungen der EKKJ.   

Diese und weitere Vorschläge stellen Ihnen folgenden Referenten an der Pressekonferenz vor:    

An der Pressekonferenz treten folgende Referenten auf: 

Pierre Maudet, Präsident der EKKJ und Bürgermeister von Genf 

Michelle Cottier, Dr. iur., Assistenzprofessorin an der Juristischen Fakultät der Universität Basel und Ersatzrichterin am Appellationsgericht Basel-Stadt 

Jean Zermatten, Direktor des Internationalen Instituts der Rechte des Kindes, Präsident des UN-Ausschusses für die Rechte des Kindes, ehemaliger Präsident des Jugendgerichtes des Kantons Wallis      

Christina Weber Khan, Mitglied der EKKJ, Co-Leiterin der Geschäftsstelle des Vereins Kinderanwaltschaft Schweiz und Präsidentin des Netzwerks Kinderrechte Schweiz 

Luca Cirigliano, Vize-Präsident der EKKJ, Bezirksrichter und Experte im Verwaltungs- und Migrationsrecht Universität Zürich    

Aus organisatorischen Gründen bitten wir Sie, Ihre Teilnahme bis Dienstag, 15. November 2011 per E-Mail oder telefonisch zu bestätigen (ekkj-cfej@bsv.admin.ch oder 031 322 79 80 / 079 443 85 67). Vielen Dank. Der Bericht kann, mit Sperrfrist, unter der gleichen Adresse bezogen werden.  


Adresse für Rückfragen

Eidgenössische Kommission für Kinder- und Jugendfragen EKKJ, ekkj-cfej@bsv.admin.ch, www.ekkj.ch



Herausgeber

Kommissionen des EDI


Letzte Änderung 20.04.2018

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