Impfen gegen Grippe bietet den besten Schutz

Bern, 14.10.2011 - Das Bundesamt für Gesundheit BAG erinnert auch dieses Jahr daran, dass die Grippe keine harmlose Krankheit ist. Sie kann insbesondere bei Risikogruppen wie Menschen über 65 Jahren, chronisch Kranken oder Schwangeren schwer-wiegende Komplikationen auslösen, welche im Extremfall zum Tod führen können. Ab sofort kann man sich beim Arzt gegen die saisonale Grippe impfen lassen. Dazu aufgerufen sind alle, die einer Risikogruppe angehören oder en-gen Kontakt mit Risikopersonen haben.

Heute Vormittag lancierte das BAG die Sensibilisierungskampagne für die Grippeimpfung in einem Einkaufszentrum der Stadt Freiburg. Der Freiburger Kantonsarzt stand zusammen mit Impfspezialistinnen und -spezialisten den interessierten Medienschaffenden und der anwesenden Bevölkerung Rede und Antwort. Impfwillige konnten sich dank der Mithilfe eines Hausarztes und einer Apotheke gleich vor Ort gegen die saisonale Grippe impfen lassen. Die diesjährige Kampagne unter dem Motto „Impfen gegen Grippe" wird mit einem Plakat, verschiedenen Broschüren, Inseraten, Flyern sowie Bannern und der Webseite www.impfengegengrippe.ch umgesetzt. Wie jedes Jahr unterstützt das BAG auch den nationalen Grippeimpftag des Kollegiums für Hausarztmedizin KHM, welcher am Freitag, 4. November 2011, stattfindet. An diesem Tag können sich interessierte Personen bei den teilnehmenden Ärztinnen und Ärzten ohne Voranmeldung zum reduzierten Preis von 25 Franken impfen lassen.

Im Zentrum der diesjährigen Präventionskampagne „Impfen gegen Grippe" steht einerseits die Impfung von Menschen über 65 Jahren. Diese werden vorwiegend durch Inserate in Zeitschriften daran erinnert, dass sie einer Risikogruppe angehören und die Impfung jedes Jahr erneuern sollten, um allfällige Komplikationen zu verhindern. Andererseits steht die Impfung von Schwangeren im Mittelpunkt. Sie werden mittels Bannern auf Webseiten zum Thema Schwangerschaft und Familie und mit dem neuen Flyer „Grippeschutz für die Schwangeren: Impfen macht Sinn." auf die entsprechenden Impfempfehlung aufmerksam gemacht. Für die Allgemeinbevölkerung stehen die Publikumsbroschüre „Saisonale Grippe: Schützen wir uns und die anderen!", das detaillierte Merkblatt der Eidgenössischen Kommission für Impffragen (EKIF), die Impf-Infoline 0844 448 448 und die Webseite www.impfengegengrippe.ch mit umfassenden Informationen über die saisonale Grippe sowie dem Grippe-Impf-Check zur Verfügung. Mit diesem Test kann eine Person anhand von zehn einfachen Fragen rasch ermitteln, ob eine Grippeimpfung für sie empfehlenswert ist - sei es, um sich vor Komplikationen zu schützen, sei es aus Solidarität mit Personen aus ihrem privaten oder beruflichen Umfeld, die einer Risikogruppe angehören.

Influenzaviren verursachen jeden Winter Grippeepidemien mit teils schweren Folgen. In der Schweiz hat die Grippe Jahr für Jahr bis zu 1 500 Todesfälle, 1 000 bis 5 000 Spitalaufenthalte und 100 000 bis 300 000 Arztbesuche zur Folge. Sie stellt damit ein ernsthaftes Gesundheitsproblem dar und führt zu hohen sozialen und wirtschaftlichen Kosten. Ein Grippeinfekt ist bei bestimmten Bevölkerungsgruppen mit einem erhöhten Komplikationsrisiko verbunden. Betroffen sind vorwiegend Menschen über 65 Jahren, Menschen mit chronischen Herz- oder Lungenerkrankungen und Stoffwechselerkrankung sowie Bewohnerinnen und Bewohner von Alters- und Pflegeheimen. Für sie alle ist die Prävention durch die Grippeimpfung daher besonders wichtig. Die Impfempfehlung des BAG gilt ausserdem für das gesamte Gesundheitspersonal sowie für all jene, die in Kontakt mit Risikopersonen stehen. Dazu gehören neben den Vorgenannten namentlich Personen, für die eine Impfung aus medizinischen Gründen ausgeschlossen ist, beispielsweise Säuglinge unter sechs Monaten. Empfohlen ist die Impfung zudem für Schwangere ab dem vierten Schwangerschaftsmonat. Der Nutzen für Mutter und Kind und die Sicherheit der Grippeimpfung während der Schwangerschaft sind mittlerweile wissenschaftlich erwiesen.


Adresse für Rückfragen

BAG, Jean-Louis Zurcher, Telefon 031 322 95 05 oder media@bag.admin.ch



Herausgeber

Bundesamt für Gesundheit
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Letzte Änderung 20.04.2018

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