Öffentlicher Verkehr dient der Umwelt

Bern, 09.09.2011 - Wer den öffentlichen Verkehr nutzt, schont die Umwelt. Im Vergleich zum motorisierten Individualverkehr hat der öV in vielen Umweltbereichen heute noch gewichtige Vorteile. Infolge der ökologischen Verbesserungen des Strassenverkehrs und des prognostizierten starken öV-Wachstums braucht es jedoch Anstrengungen, den heutigen Vorteil zu halten. Zu diesem Schluss kommt eine Evaluation im Auftrag des Bundesamts für Verkehr BAV.

Bei der Umweltbelastung schneidet der öffentliche Verkehr in den Bereichen Energieverbrauch, Energieeffizienz, CO2-Emissionen sowie Luftschadstoffe sehr gut ab. Mit der stetig wachsenden Verkehrsleistung, zunehmenden Tunnelstrecken und höherer Geschwindigkeit nehmen diese Belastungen zu. Dies gilt auch für die Bereiche Lärm, Erschütterungen sowie in der Raumentwicklung, in welchen heute eine vergleichsweise geringe Beeinträchtigung der Umwelt durch die Bahn besteht.

Als Vergleich zieht die Studie den motorisierten Individualverkehr bei. Es zeigt sich, dass die Strasse heute in allen Bereichen (ausser den bahnspezifischen Erschütterungen) die Umwelt stärker belastet. Der Strassenverkehr hat jedoch in den letzten Jahren bei den Luftschadstoffen deutliche Fortschritte erzielt. In anderen Gebieten (Energie-Effizienz, CO2-Emissionen) sind bei Motorfahrzeugen in Zukunft ebenso weitere Fortschritte zu erwarten.

Aufgrund dieser Entwicklungen beim Schienen- und Strassenverkehr ist der Handlungsbedarf beim öV in den Bereichen Energie und Lärm am grössten. Neben den bereits eingeleiteten Massnahmen, z.B. beim Lärmschutz, prüft das BAV in Zusammenarbeit mit den Transportunternehmen zusätzliche Massnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz, Reduktion des Energieverbrauchs und nachhaltige Energieproduktion.

Der Bericht, welcher die Unternehmen INFRAS und IFEU (Deutschland) im Auftrag des BAV erstellt haben, beurteilt die Umweltbelastung durch den öffentlichen Verkehr in verschiedenen Punkten und macht einen Ausblick auf die Entwicklung in den nächsten 20 Jahren.


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Letzte Änderung 20.04.2018

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