Einfuhr von bestimmten Sprossen, Samen und Bohnen aus Ägypten wird vorüberge-hend eingeschränkt

Bern, 14.07.2011 - Nach Ermittlungen der deutschen Behörden und der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA waren aus Bockshornkleesamen aus Ägypten gezogene Sprossen Auslöser des EHEC-Ausbruchs in Deutschland und Frank-reich. Um sicherzustellen, dass diese verunreinigten Produkte in der Schweiz nicht mehr auf den Markt gelangen, haben das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) und das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) befristete Ein-fuhrverbote ausgesprochen.

Das Eidgenössische Departement des Innern setzt ab sofort eine Verordnung zum Schutze der Konsumentinnen und Konsumenten in Kraft, welche die Einfuhr bestimmter Sprossen, Samen und Bohnen aus Ägypten verbietet. Das Bundesamt für Landwirtschaft BLW hält ebenfalls in einer Verordnung fest, dass solche Produkte auch als Samen zur Aussaat oder Futtermittel nicht mehr importiert werden dürfen. Diese Regelungen gelten bis am 31. Oktober 2011.

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) wurde Anfang Juli über das Europäische Schnellwarnsystem für Lebensmittel und Futtermittel (RASFF) informiert, dass Chargen von Bockshornkleesamen aus Ägypten, welche für die EHEC-Ausbrüche in Deutschland und Frankreich verantwortlich waren, in die Schweiz importiert worden sind. Darauf haben die kantonalen Lebensmittel-Vollzugsbehörden diese Produkte vom Markt genommen. Am 6. Juli 2011 hat das BAG vor dem Konsum von Bockshornkleesamen gewarnt. Auch in der Europäischen Union dürfen bestimmte Samen und Bohnen nicht mehr importiert und verkauft werden.
Diese Massnahmen sind nötig, weil der EHEC-Ausbruch in Deutschland und Frankreich gezeigt hat, dass bereits kleine Mengen kontaminierten Materials gravierende Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit haben können.
Resultate aus epidemiologischen Untersuchungen deuten auf Probleme beim Produktionsprozess hin, welche zur Kontamination der Samen und Sprossen mit dem EHEC-Erreger führten. Die Suche nach der genauen Kontaminationsquelle ist Gegenstand der laufenden Untersuchungen der europäischen Behörden.


Adresse für Rückfragen

Bundesamt für Gesundheit, Michael Beer, Leiter Abteilung Lebensmittelsicherheit, 031 322 95 05 oder media@bag.admin.ch
Bundesamt für Landwirtschaft, Eva Reinhard, Leiterin Direktionsbereich Landwirt-schaftliche Produktionsmittel, 031 322 25 03 oder info@blw.admin.ch



Herausgeber

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Bundesamt für Landwirtschaft
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Letzte Änderung 20.04.2018

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